Kommentar: Noch viel zu tun in den Schulen von NRW

Symbolbild: Leeres Klassenzimmer

Kommentar: Noch viel zu tun in den Schulen von NRW

Von Daniela Junghans

Das Corona-Schuljahr geht zu Ende, doch noch ist unklar, wie es nach den Ferien weitergeht. Was nun in den Schulen getan werden müsste, kommentiert Daniela Junghans.

Eigentlich ist es ganz einfach - in der Theorie zumindest: Wenn Mitte August die Schule wieder beginnt, sollten diesmal alle gut vorbereitet sein auf das, was kommen könnte. Könnte, weil wir eben nicht wissen, ob die vielen Impfungen vor allem bei den Erwachsenen ausreichen, um das Coronavirus im Griff zu behalten. Weil wir deshalb auch nicht wissen, ob es nicht doch wieder einige Wochen geben wird, in denen nur Wechselunterricht möglich ist oder die Kinder ganz zu Hause bleiben müssen.

Endgeräte und Internetzugang

Daniela Junghans

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Darauf gut vorbereitet zu sein, das heißt: Jedes Kind muss Zugang zu einem geeigneten Endgerät haben, einem Tablet oder Laptop. Jedes Kind, jeder Jugendliche muss einen stabilen Internetzugang haben, mit ausreichend Datenvolumen auch für Videoschalten. Das gilt auch für die Lehrer, denn auch die sitzen im Zweifelsfall dann zu Hause und brauchen neben passenden Geräten auch geeignete Konzepte und Programme für den Online-Unterricht.

Doch davon sind wir leider immer noch weit entfernt. Es ist besser geworden, ohne Frage. Alles andere wäre aber auch ein politischer und organisatorischer Offenbarungseid. Ausreichend ist das alles aber noch nicht.

Pragmatisches Handeln bei Luftfiltern

Gut vorbereitet heißt auch, dass unsere Schulen räumlich an die Pandemie-Bedingungen angepasst sein müssen: mit Luftfiltern, aber auch durch die Sanierung der Gebäude, durch Instandsetzung von Fenstern und Waschräumen zum Beispiel. Auch hier gilt: Es mag besser geworden sein in den vergangenen Monaten, ausreichend ist es noch lange nicht. Gerade bei den Luftfiltern gibt es viel zu viele Debatten an Stellen, an denen eigentlich vor allem pragmatisches Handeln angesagt wäre.

Zum Glück sind Schüler und Lehrer inzwischen aber so routiniert im  Umgang mit der Pandemie, dass es auch im nächsten Herbst - falls nötig - schon irgendwie klappen wird mit dem Unterricht auf Distanz. Aber das ist eigentlich ein schwacher Trost.

Stand: 02.07.2021, 10:58