SPD will Schuldnerberatung reformieren

Ein Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

SPD will Schuldnerberatung reformieren

  • SPD: Schuldner- und Insolvenzberatung aus einer Hand
  • Kommunen sollen Geld vom Land erhalten
  • Bisher müssen Betroffene oft die Stellen wechseln

Für überschuldete Menschen in NRW soll Hilfe nach Plänen der SPD-Landtagsfraktion künftig aus einer Hand kommen. Zurzeit sind die Kommunen für die Schuldnerberatung zuständig, das Land aber für die Insolvenzberatung. Das würde die SPD gern ändern.

Vorbild soll das Land Bayern sein, in dem der Landtag einstimmig die alte Trennung zwischen Schuldner- und Insolvenzberatung aufgehoben hat.

"Alles aus einer Hand" über die Kommunen

Einen gleichlautenden Antrag will die SPD-Fraktion im März in den NRW-Landtag einbringen, sagte die verbraucherpolitische Sprecherin, Inge Blask, am Donnerstag (17.01.2018) dem WDR: "Die Kommunen können das machen und erhalten Geld vom Land - alles aus einer Hand."

Durch die Trennung müssen Ratsuchende in NRW bisher oft die Stelle wechseln: Falls noch etwas zu retten ist, ist die kommunale Schuldnerberatung zuständig. Wenn nichts mehr zu retten ist, ist die Insolvenzberatung des Landes zwingend erforderlich, um das ordentliche Verfahren für eine Verbraucher-Insolvenz durchführen zu können.

Diese Trennung sei schlecht für die Betroffenen, und sie verursache überflüssige Doppelarbeit, sagt die SPD. Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP dagegen sehen bisher keine Notwendigkeit für eine Reform.

Armut in Deutschland – Wenn es nicht mal für das Nötigste reicht Planet Wissen 26.11.2019 58:13 Min. UT Verfügbar bis 26.11.2024 WDR

Stand: 17.01.2019, 18:01