Digitalisierung soll Baugenehmigungen in NRW beschleunigen

Ein Hochhaus in Wuppertal ist mit einem Baugerüst eingerüstet

Digitalisierung soll Baugenehmigungen in NRW beschleunigen

  • Baugenehmigungen in NRW dauern zu lange
  • Bauministerin setzt auf Digitalisierung
  • Sechs Modellkommunen sollen Verfahren entwickeln

Mit Hilfe der Digitalisierung sollen Baugenehmigungen in NRW künftig schneller erteilt werden können. Der zeitaufwändige Kampf mit Papierbergen und Doppelarbeit in den Ämtern sollen dank digitaler Bearbeitung aufgelöst werden. Das kündigte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Dienstagabend (12.06.2018) in Düsseldorf an.

Bislang sind die meisten Kommunen in NRW allerdings weit davon entfernt: 90 Prozent der Bauaufsichtsbehörden führen ihre Bauakten noch überwiegend auf Papier. Das hat eine Erhebung der Gemeindeprüfungsanstalt ergeben.

Bis 2021 sollen nun sechs Modellkommunen die besten Standards für ein einheitliches digitales Baugenehmigungsverfahren entwickeln: Köln, Dortmund, Ennepetal und Xanten sowie die Kreise Gütersloh und Warendorf. Bislang dauern die Verfahren ihren Angaben zufolge einige Wochen bis zu eineinhalb Jahren.

Die neue Bauordnung, die im Juli im Landtag verabschiedet werden soll, sieht vor, dass Genehmigungen bei einfachen Verfahren und vollständigen Anträgen innerhalb von sechs Wochen zu erteilen sind.

Stand: 13.06.2018, 10:17