Ruhrkonferenz berät über Clankriminalität

Zeche Zollverein

Ruhrkonferenz berät über Clankriminalität

  • Stadtteilprojekte geplant, um Hürden abzubauen
  • Prävention wichtiger als Sanktionen
  • "Recht und Justiz" sollten schon in der Schule Thema sein

Unter der Überschrift "Rechtsstaat stärken - Integration fördern" haben am Donnerstag (09.05.2019) Experten aus Gesellschaft, Politik und Justiz auf dem Gelände der Zeche Zollverein darüber beraten, wie man mit Menschen umgehen soll, die den Rechtsstaat ablehnen. Als Beispiele wurden ausufernde Hochzeitsfeiern und Clankriminalität genannt.

Der Justizminister Peter Biesenbach und die Gelsenkirchener Polizeipräsidentin betonten, dass es wichtig sei, vor Ort ausländische Familien zu erreichen. Zudem sei die enge Zusammenarbeit von ehrenamtlichen Stadtteilhelfern, Jugend- und Integrationsämtern nötig. Auch Kinder müssten schon in der Schule mit dem Thema "Recht und Justiz" in Kontakt kommen.

Stadtteilprojekte als Lösung

Sebastian Hammer vom Bochumer Verein IFAK kümmert sich in Stadtteilen um Migrationsarbeit, er fordert, die Leute in ihrer Lebenswelt abzuholen: "Bei uns bedeutet das auch immer in muttersprachlichen Teams zu arbeiten, um andere Zugänge zu haben, um Hürden abzubauen".

Für den Erfolg solcher Stadtteilprojekte sei aber eine dauerhafte Finanzierung wichtig, denn alle paar Jahre um neue Geldgeber zu werben, sei sehr zeitaufwendig.

Stand: 09.05.2019, 15:06