Laschet startet Ruhrgebietskonferenz

Zeche Zollverein

Laschet startet Ruhrgebietskonferenz

  • Startschuss für die neue Ruhrkonferenz
  • Langfristig neue Ideen für das Revier
  • Projektbüro auf Zeche Zollverein

Eine neue Ruhrkonferenz von Landesregierung und Wirtschaft soll neue Impulse für das Ruhrgebiet nach dem Ende des Steinkohlebergbaus geben.

 Armin Laschet

Ministerpräsident Laschet (m.) mit Vertretern des Initiativkreises Ruhr in Dortmund

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gab am Samstag (14.04.2018) in Dortmund mit Vertretern des Initiativkreises Ruhr den Startschuss für den auf mehrere Jahre angelegten Prozess. Das Projektbüro zur Ruhrkonferenz soll auf Zeche Zollverein in Essen eingerichtet werden. Es geht also nicht um einen einzelnen großen Kongress, sondern um einen längeren Arbeitsprozess.

Bergbauaus als Anlass

Die CDU/FDP-Landesregierung hatte dies bereits 2017 im Koalitionsvertrag angekündigt. Anlass für die Idee: Ende 2018 schließen die letzten beiden Steinkohlezechen in NRW - in Ibbenbüren und Bottrop. "Wir werden eine Vision für das Ruhrgebiet entwerfen", hieß es im Koalitionsvertrag.

Um folgende Inhalte soll es bei den Beratungen über die Zukunft des Ex-"Kohlenpotts" gehen: Bessere Straßen und besseres Internet, die Wiederbelebung von Industrieflächen, modernere Stadtviertel und Bildung. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kommunen, Kultur und Wissenschaft sollen mit am Tisch sitzen.

Abschied vom Bergbau: Potenzial für Strukturwandel ist da

WDR 2 | 27.03.2018 | 03:02 Min.

Download

Nicht die erste Ruhrkonferenz

Beim NRW-Tag Ende August 2018 in Essen soll auch die Bevölkerung über die Ideen für das Ruhrgebiet mitreden. In der Vergangenheit - etwa 1979, 1988 und 2004 - hatten schon öfter Konferenzen zur Fortentwicklung der Region stattgefunden.

Das Revier ist seit Jahrzehnten geprägt vom wirtschaftlichen Strukturwandel. Arbeitslosigkeit, Armut und Schwierigkeiten bei der Integration von Zuwanderern sind vieldiskutierte Probleme im Ruhrgebiet.

Stand: 14.04.2018, 17:53