Röttgen bewirbt sich um CDU-Vorsitz

Norbert Röttgen, CDU

Röttgen bewirbt sich um CDU-Vorsitz

  • Röttgen will CDU-Chef werden
  • 54-jähriger Meckenheimer will "offenen Prozess in der CDU"
  • Mehrere Aspiranten aus NRW

Der frühere NRW-Landesvorsitzende und Ex-Bundesumweltminister Norbert Röttgen will neuer CDU-Vorsitzender werden. Das bestätigte der 54-jährige Meckenheimer am Dienstag (18.02.2020).

Röttgen schneller als Laschet, Merz und Spahn

Röttgen stammt wie die voraussichtlichen Bewerber Friedrich Merz, Armin Laschet und Jens Spahn aus Nordrhein-Westfalen. Der frühere Umweltminister Röttgen leitet heute den Auswärtigen Ausschuss im Bundestag.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Es geht um die "Stabilität Deutschlands"

"Die Lage ist so ernst, dass es um die Zukunft der CDU geht und darum, was sie für die Stabilität Deutschlands bedeutet", schrieb Röttgen laut "Rheinischer Post" an die scheidende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Dies wolle er in einem offenen Prozess in die Partei einbringen.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Röttgen hatte sich 2010 in einer Mitgliederbefragung um den NRW-Landesvorsitz gegen Laschet durchgesetzt. Zugleich war er Bundesumweltminister. Bei der NRW-Landtagswahl 2012 trat er als CDU-Spitzenkandidat an, verlor aber deutlich gegen Hannelore Kraft (SPD). Daraufhin entließ Bundeskanzlerin Angela Merkel ihn auch aus dem Bundeskabinett. Als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages konnte er sich danach international neu profilieren.

Wahlschlappe von 2012 eine wichtige Erfahrung?

Doch Kraft hat Röttgen laut Eigenaussage auch aus der NRW-Wahlschlappe 2012 gezogen. "Eine Niederlage erlebt und erlitten zu haben und wieder aufgestanden zu sein, das halte ich in meiner politischen Vita für etwas Wichtiges und Bedeutendes. Das Erleben eines Fallens und das Wiederaufstehen bleibt ein biografischer Teil von mir. Beides ist wichtig für die Übernahme großer Verantwortung", sagte der 54-Jährige auf einer Bundespressekonferenz.

Aus politischer Sicht sei die Landtagswahl vor acht Jahren aber nicht mehr relevant, denn: "Dafür habe ich Verantwortung genommen. Es hat seither nicht nur gloriose Wahlergebnisse gegeben."

Stand: 18.02.2020, 12:35