Innenminister Reul fordert Registrierung potenziell gefährlicher Kinder

Innenminister Reul fordert Registrierung potenziell gefährlicher Kinder

  • NRW-Innenminister fordert Umdenken im Anti-Terror-Kampf
  • Dschihadisten-Kinder unter 14 Jahren sollen registriert werden
  • Auch Verfassungschutz warnt vor potenziell gefährlichen Kindern

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) warnt vor potenziell gefährlichen Kindern zurückkehrender Dschihadisten. Auch Kinder unter 14 Jahren müssten überwacht werden.

Für Reul könnte von einigen dieser Kinder, die in vom IS besetzten Gebieten aufgewachsen sind, eine Gefahr ausgehen. Auf Videos im Internet sei zu sehen, wie einige von ihnen gezwungen würden, Gefangene zu töten.

Mindestalter für Überwachung bei 14 Jahren

Reul möchte deswegen, dass - anders als bislang - in Deutschland auch schon Kinder unter 14 Jahren vom Verfassungsschutz erfasst werden dürfen - auch zum Wohl der Kinder. Die Grundannahme des deutschen Strafrechts, wonach von jüngeren Kindern keine Gefahr ausgeht, gilt nach Reuls Meinung nicht mehr.

Bislang sind aus NRW 255 Menschen in den Irak oder nach Syrien gereist, um sich dem Terrornetzwerk des IS anzuschließen. Mehr als 70 sind bereits wieder nach Nordrhein-Westfalen zurückgekehrt. Wie viele davon jünger sind als 14 Jahre, ist nicht bekannt.

Auch Verfassungsschutz warnt

Bundesverfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen hatte im Dezember darüber gesprochen, wie die Terrormiliz IS auch Kinder einer Gehirnwäsche unterziehe, und dass die Rückkehr der Familien mancher Kämpfer beobachtet werde.

Terrorforscher zu IS-Rückkehrern: Dünne Beweislage

WDR 5 Morgenecho - Interview | 03.02.2018 | 07:15 Min.

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Stand: 09.02.2018, 11:29