Herbert Reul, CDU

NRW will Sicherheit des öffentlichen Dienstes verbessern

Stand: 24.01.2022, 14:40 Uhr

Pöbeleien, Bedrohungen, körperliche Gewalt - damit werden Beschäftigte im öffentlichen Dienst laut Landesregierung immer wieder konfrontiert. Mit mehr Prävention soll der Schutz besser werden.

Mit mehr Prävention will NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) die Sicherheit von Beschäftigten im öffentlichen Dienst verbessern. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden im Dienst "angepöbelt, beschimpft und angegriffen", sagte Reul am Montag in Düsseldorf bei einem Gespräch mit Betroffenen. In der Corona-Pandemie seien Angriffe "nicht nur häufiger, sondern auch heftiger". Reul appellierte an Betroffene, Vorfälle auch anzuzeigen.

Auf einer Internetseite (https://www.sicherimdienst.nrw) werden Hilfestellungen für Betroffene aufgelistet - und das für verschiedene Zielgruppen von Polizei-Einsatzkräften bis zu Beschäftigten im Innendienst. Auf der Seite wird Behörden unter anderem eine regelmäßige Gefahrenanalyse und die Installierung eines Alarmierungssystems empfohlen. Auch über Rechtsgrundlagen soll mehr aufgeklärt werden - zum Beispiel für Strafverfahren oder Entschädigungsansprüche.

Es gehe darum, wie man sich im öffentlichen Dienst "wappnen" könne, sagte Reul. Zugleich wolle er die öffentliche Debatte über das Thema anregen, um auch die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, die sich respektvoll verhalten, als Bündnispartner zu gewinnen.

Austausch soll Sicherheitsmaßnahmen verbessern

Rund 450 Menschen aus 200 Behörden, Institutionen, Verbänden und Organisationen haben sich laut NRW-Innenministerium dem Präventionsnetzwerk "Sicher im Dienst" angeschlossen. Gemeinsam soll auch an neuen Ideen für mehr Sicherheit im Dienstalltag gearbeitet werden. Allein in Nordrhein-Westfalen arbeiten rund eine Million Menschen im öffentlichen Dienst.

Erst vor zwei Wochen war in NRW ein neues Meldesystem für Angriffe auf Einsatzkräfte vorgestellt worden. Betroffenen können darüber körperliche Angriffe, verbale und non-verbale Übergriffe sowie Sachbeschädigungen online melden.

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