"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" steht an der Scheibe eines Klassenzimmers

Rechtsextremismus-Verdacht gegen drei Lehrer

Stand: 24.01.2022, 15:50 Uhr

Drei Lehrkräfte aus Duisburg, Bonn und dem Kreis Minden-Lübbecke werden aktuell vom Schulministerium NRW als rechtsextreme Verdachtsfälle behandelt. Maßnahmen gegen sie sollen bereits eingeleitet worden sein.

Von Samuel Acker

Wenn es um rechtsextreme Verdachtsfälle bei Behörden geht, fällt der Blick oft auf die Polizei. Doch auch an den Schulen in NRW gibt es derartige Fälle: Das Schulministerium ordnet aktuell drei Lehrkräfte als solche Fälle ein, wie ein Sprecher heute dem WDR auf Anfrage mitteilte.

Die drei Lehrkräfte arbeiten in Duisburg, Bonn und im Kreis Minden-Lübbecke. An welchen Schulformen die Personen arbeiten, dazu wollte sich der Sprecher nicht äußern. Dies könne den Datenschutz verletzen.

Rassistische oder antisemitische Äußerungen

Nach Angaben des Schulministeriums geht es in den gemeldeten Verdachtsfällen vorrangig um rassistische oder antisemitische Äußerungen. Manche dieser Äußerungen könnten auch strafbar sein.

Gegen alle drei Lehrkräfte wurden laut dem Ministeriumssprecher bereits Diziplinarmaßnahmen eingeleitet. Welche Maßnahmen gegen die Personen konkret eingeleitet wurden und zu welchem Zeitpunkt, das könne er nicht mitteilen, so der Sprecher. Eine solche Auskunft sei rechtlich unzulässig.