Landesrechnungshof kritisiert Controlling beim BLB

Neubau des Bau- und Liegenschaftsbetrieb BLB NRW.

Landesrechnungshof kritisiert Controlling beim BLB

Von Christoph Ullrich

  • Landesrechnungshof kritisiert landeseigenen Bau- und Liegeschaftsbetrieb (BLB)
  • Weiterhin erhebliche Mängel beim Baucontrolling moniert
  • BLB in NRW stand häufig in Zentrum von Bauskandalen

Im Jahr 2017 war der Bau und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB) ein großes Thema für den Landesrechnungshof. Eine Überprüfung der obersten Rechnungshüter förderte schwere Mängel bei der Kostenkontrolle zutage. Die Steuerung von Bauprojekten im Sinne des Landes bewertete der Rechnungshof als mangelhaft.

Keine Fortschritte beim Controlling

Damals hieß es, es fehle eine "computergestützte Kostenkontrolle", außerdem weise "die Organisation Defizite aus." Das Urteil für einen der wichtigsten NRW-Betriebe war verheerend. Doch getan hat sich seitdem offenbar nicht viel. Auch zwei Jahre später sind die beschriebenen Mängel nicht behoben.

Laut eines am Dienstag (3.12.2019) veröffentlichten Berichtes seien den Rechnungsprüfern zwar "Grundlagenpapiere" angekündigt worden, allerdings seien "nach wie vor bei wesentlichen Punkten des Baukostencontrollings keine Fortschritte zu verzeichnen", schreiben die Prüfer.

Von Skandalen geprägter Betrieb

Damit scheint ein Jahrzehnt voller Probleme und Skandale beim BLB weiter zu gehen. Vor über zwei Jahren war der Ex-Geschäftsführer Ferdinand Tiggemann wegen Bestechlichkeit und Untreue zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Hinzu kamen in der Vergangenheit immer wieder Bauprojekte, deren Kosten aus dem Ruder liefen.

Der BLB steht weiter in der Kritik

WDR Studios NRW 03.12.2019 00:42 Min. Verfügbar bis 10.12.2019 WDR Online

Stand: 03.12.2019, 16:00