Landesregierung begrüßt Fahrplan zu Kohleausstieg

Kohlebagger vor Windrädern

Landesregierung begrüßt Fahrplan zu Kohleausstieg

Von Christoph Ullrich

  • Politische Einigung auf Kohleausstieg bis 2038
  • Ministerpräsident Laschet sieht Pariser Klimaschutzabkommen erfüllt
  • Wirtschaftsminister Pinkwart: Sicherheit für die Industrie

Schon kurz nach dem Abschluss der Gespräche zwischen Bund und Braunkohle-Ländern twitterte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), was aus seiner Sicht das Wichtigste an dem beschlossenen Fahrplan sei: "Nordrhein-Westfalen geht voran bei Ausstieg aus Kohleverstromung und CO2-Reduktion. Hambacher Forst bleibt erhalten. Pariser Klimaziele werden erreicht.", schrieb Laschet.

Braunkohle: Armin Laschet zufrieden mit Ausstiegsfahrplan

WDR 2 16.01.2020 03:46 Min. Verfügbar bis 15.01.2021 WDR Online

Download

Im Morgenmagazin von ARD und ZDF sowie auf WDR 2 präzisierte er dann seinen Tweet aus der Nacht zu Donnerstag (16.01.2020). Bund und Länder hätten einen Kompromiss geschaffen, der einerseits die "Interessen der Beschäftigten wahrt", andererseits auch ein wichtiges Signal an die Umweltbewegung sei, so der CDU-Politiker. Außerdem bestätigte Laschet auf Nachfrage, dass das umstrittene Steinkohlekraftwerk in Datteln endgültig ans Netz geht.

Wirtschaftsminister sieht Sicherheit für die Industrie

Landeswirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hob besonders die Folgen für die Industrie hervor. Mit einem sogenannten Anpassungssgeld könnten Beschäftigte im Rheinischen Revier ohne Abschläge früher in Rente gehen. Außerdem - so Pinkwart im WDR 5-Morgenencho - sei die energieintensive Industrie vor höheren Strompreisen durch den Ausstieg vorerst geschützt. Er lobte die vereinbarte Strompreiskompensation.

Pinkwart (FDP) zum Kohleausstieg: "Gute Vereinbarung für NRW"

WDR 5 Morgenecho - Interview 16.01.2020 06:02 Min. Verfügbar bis 15.01.2021 WDR 5

Download

BUND warnt vor Datteln IV

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnte dagegen, das Kraftwerk in Datteln ans Netz zu nehmen. NRW-Geschäftsleiter Dirk Jansen sagte dem WDR, dass das Kraftwerk das Ziel ähnlicher Proteste werden könne wie bereits zuvor am Hambacher Forst.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Stand: 16.01.2020, 07:30