Jede zwanzigste Schulstunde fällt aus

Unterricht an einer Gesamtschule: Eine Lehrerin schreibt eine Gleichung an die Tafel

Jede zwanzigste Schulstunde fällt aus

  • Unterichtssausfall an 4.600 Schulen gemessen
  • Quote auf dem Niveau des Vorjahres
  • Ausgefallene Stunden werden digital erfasst

An den Schulen in NRW sind im ersten Halbjahr dieses Schuljahres 4,8 Prozent des Unterrichts ausgefallen. Das Schulministerium legte am Donnerstag (21.03.2019) das erste Ergebnis einer neuen Messmethode zum Unterrichtsausfall an den rund 4.600 öffentlichen Schulen vor.

Ersatzlos fielen demnach 3,3 Prozent der Schulstunden aus, während 1,5 Prozent in eigenverantwortlichem Arbeiten kompensiert wurden.

Die pragmatische Schulministerin - wie Yvonne Gebauer ruhige Schulpolitik macht

WDR RheinBlick 22.03.2019 29:59 Min. WDR Online

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Neue Methode zur Messung

Die Quote war etwas niedriger als im gesamten Schuljahr 2017/18 - dort lag der Wert bei 5,1 Prozent. Allerdings wurde damals noch ein Messverfahren der rot-grünen Vorgängerregierung angewendet, während Schwarz-Gelb nun eine neue Methode wählte.

Seit diesem Schuljahr müssen alle Schulen die ausgefallenen Stunden mit Hilfe einer speziellen Software dokumentieren - und außerdem Vertretungsstunden, Exkursionen, Projekttage und eigenverantwortliches Arbeiten. "Ein realistischeres Bild vom Unterrichtsausfall in NRW gab es nie", sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Der Verband Bildung und Erziehung sieht den Unterrichtsausfall auch im Personalmangel der Schulen begründet. "Wir brauchen keine genaueren Messdaten. Wir brauchen Entlastungen für die Lehrerinnen und Lehrer", sagte Landeschef Stefan Behlau. "Mehr Bürokratie trägt dazu nicht bei."

Stand: 21.03.2019, 12:56