Daten aus dem Fall Amad A. sollen gelöscht sein

Ein junger Mann in der Nahaufnahme. Er trägt einen modischen Kurzhaarschnitt und hat den Kragen seines Anoraks lässig aufgestellt.

Daten aus dem Fall Amad A. sollen gelöscht sein

Die Originaldaten sollen routinemäßig aus Polizeidatenbanken gelöscht worden sein. Der Vater des Opfers erhebt schwere Vorwürfe gegen die NRW-Behörden.

Der Vater von Amad bezweifelt, dass sein Sohn sich umbringen wollte. Das sagte er am Dienstag Abgeordneten im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss im Düsseldorfer Landtag.

Der Syrer Amad A. war im Sommer 2018 durch eine Verwechslung mit einem Mann aus Mali zu Unrecht in die JVA-Kleve gekommen. Später brach in der Zelle ein Feuer aus und der Geflüchtete starb. Aus Sicht der Behörden soll Amad das Feuer in seiner Zelle selbst gelegt haben.

Immer noch sind aber einige Fragen ungeklärt. So sollen im Herbst vergangenen Jahres Originaldaten zum Fall Amad A. aus den Polizeidatenbanken routinemäßig gelöscht worden sein sollen. Das geht aus einer Erklärung hervor, die der Anwalt der Familie dem Untersuchungsausschuss heute zu Protokoll gab. Das Landeskriminalamt glaubt allerdings, dass anhand vorhandener Kopien Vorgänge rekonstruiert werden können.

Stand: 04.05.2021, 20:11

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