Missbrauchsfall Bergisch Gladbach: Prozesstermin steht

Kölner Landgericht

Missbrauchsfall Bergisch Gladbach: Prozesstermin steht

  • Prozess soll im August starten
  • Gericht zieht Sicherungsverwahrung in Betracht
  • Tatvorwurf: Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern

Das Landgericht Köln hat am Freitag (12.06.2020) die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen den Hauptverdächtigen im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach zugelassen. Im August soll das Hauptverfahren gegen den 43-Jährigen starten.

Monatelange Ermittlungen

"Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern" - so lautet der Tatvorwurf. Im Herbst vergangenen Jahres war der Beschuldigte aus Bergisch Gladbach festgenommen und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. Daraus ergaben sich bundesweite Ermittlungen gegen derzeit fast dreißig weitere mutmaßliche Täter.

Die Staatsanwaltschaft Köln geht nach ihren Ermittlungen davon aus, dass der Beschuldigte seine Tochter rund siebzig mal schwer sexuell missbraucht hat. Der gelernte Koch und Hotelfachmann schweigt zu den Vorwürfen. Die Taten scheinen aber ausreichend dokumentiert zu sein. Das Opfer sei zu Beginn der Missbrauchshandlungen gerade mal drei Monate alt gewesen.

Zehn Verhandlungstage angesetzt

Nach aktuellen Planungen soll das Hauptverfahren gegen den 43-Jährigen am Montag (10.08.2020) eröffnet werden. Laut dem Kölner Landgericht kommt für den Angeklagten in dem Verfahren auch die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung in Betracht.

Ein Urteil wird im September erwartet.

Stand: 12.06.2020, 12:36