Portalpraxen sollen NRW-weit kommen

Portalpraxen sollen NRW-weit kommen

  • Ausbau von Portalpraxen geplant
  • Bis 2022 landesweite Einführung
  • Portalpraxen sollen Notfallambulanzen entlasten

Entlastung für die überfüllten Notfallambulanzen ist in Sicht: Bis 2022 sollen landesweit Portalpraxen eingeführt werden. Darauf einigte sich ein breites Bündnis, teilte die Landesregierung am Freitag (08.02.2019) mit.

Das Gesundheitsministerium, die Kassenärztlichen Vereinigungen, die Ärztekammern, die Krankenhausgesellschaft, die Apothekerkammern sowie die gesetzlichen Krankenkassen hätten eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet.

Die Portalpraxen sind in Krankenhäusern angesiedelt und sollen dort die überlasteten Notfallambulanzen entlasten. "Der Reformbedarf ist unübersehbar", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Bislang gibt es 20 Portalpraxen in NRW.

WDR 5 Westblick: Wolfgang Otto über Portalpraxen

WDR 5 Westblick 08.02.2019 04:14 Min. Verfügbar bis 08.02.2020 WDR 5

So funktionieren Portalpraxen

Wenn Patienten ins Krankenhaus kommen, wird gleich bei der ersten Aufnahme über die Dringlichkeit der Behandlung entschieden: Ist der Patient wirklich ein Fall für die Notfallambulanz oder doch für den Hausarzt?

Fällt die Entscheidung auf den Hausarzt, gibt es wieder zwei Möglichkeiten: Entweder die Behandlung hat Zeit bis zur nächsten regulären Sprechstunde oder sie ist ein Fall für den Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte. Der sitzt ebenfalls im Krankenhaus.

Flächendeckende Einführung

Bis 2022 soll es eine flächendeckende Versorgung in ganz NRW mit Portalpraxen geben. Rund jedes dritte der 270 Krankenhäuser in NRW wird voraussichtlich damit ausgestattet. Portalpraxen werden auch als "Ein-Tresen-Modell" bezeichnet.

Stand: 08.02.2019, 20:15