Stamp schießt gegen GroKo

FDP-NRW-Landeschef Joachim Stamp

Stamp schießt gegen GroKo

  • Politischer Aschermittwoch bei FDP und Grünen
  • Stamp wettert über mögliche GroKo
  • Baerbock setzt auf grüne Kernkompetenz

"Politisches Katerfrühstück" der FDP am Aschermittwoch (14.02.2018) in Düsseldorf. Und der stellvertretende NRW-Ministerpräsident und liberale Landeschef Joachim Stamp zog tüchtig vom Leder. Insbesondere die mögliche Wiederauflage einer GroKo aus Union und SPD nahm er sich vor.

"Es ist die große Frage, wie lange das gut geht und wie lange das auch gut für unsere Demokratie ist, wenn man sich nur noch auf den geringsten gemeinsamen Nenner konzentrieren will", sagte Stamp.

Merkel hat keine Idee

Auch Angela Merkel kam bei ihm nicht gut weg. Die Bundeskanzlerin habe "keine Idee für eine Agenda 2030", weshalb es "mit dieser GroKo keine Innovation" geben werde. Im Übrigen auch deshalb nicht, weil die deutsche Sozialdemokratie sogar die Agenda 2010, wegen der es Deutschland heute gutgehe, wieder rückabwickeln wolle.

In Sachen AfD forderte er "mehr German Mut": "Wir brauchen keine Angst zu haben vor einem bösen Onkel mit einer Hundekrawatte."

Grüne Baerbock: Öko ist ein Auftrag

 Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen spricht auf der Aschermittwochs Veranstaltung der Partei.

Annalena Baerbock

Bei den Grünen in Köln beschwor die neue Bundesvorsitzende Annalena Baerbock die Kernkompetenz der Partei: "Öko als Schimpfwort zu bezeichnen macht noch einmal deutlich in diesem ganzen politischen Spektrum, warum es uns Grüne braucht."

Öko beinhalte den Auftrag, "diese lebenswerte Welt für unsere Kinder auch in Zukunft zu erhalten". Die Grünen müssten deutlich machen, dass Öko und Soziales nicht voneinander getrennt zu betrachten, sondern zwei Seiten derselben Medaille seien.

AfD und Linke veranstalteten keinen politischen Aschermittwoch.

Stand: 14.02.2018, 18:30