NRW-Inititative für mehr Klimaschutz

NRW-Inititative für mehr Klimaschutz

Von Rainer Kellers

  • Initiative sucht Wege hin zu einer klimaneutralen Industrie
  • Gemeinsames Projekt von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft
  • Das Ziel: Klimaziele erreichen, ohne Industrie aufzugeben

Nordrhein-Westfalen ist ein Industrieland. Diese Industrie will Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) erhalten. Der Klimawandel allerdings zwingt zum Umdenken. Deshalb hat Pinkwart gemeinsam mit Vertretern von Industrie und Wissenschaft eine neue Initiative für mehr Klimaschutz auf den Weg gebracht.

Die Initiative trägt den Titel "In4climate.NRW". Pinkwart hat sie am Dienstag (11.09.2018) dem Kabinett und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Visionen entwickeln

Die Kernidee: Expertenteams von Hochschulen, Industrieunternehmen und aus dem Wirtschaftsministerium kommen regelmäßig zum Austausch zusammen. Sie sollen Zukunftsvisionen erarbeiten und Wege zu einer treibhausgasneutralen Produktion finden. Das Land unterstützt die Arbeit in den nächsten vier Jahren mit insgesamt 16 Millionen Euro. Pinkwart hofft zudem auf Fördergelder aus der EU und vom Bund.

Ein Beispiel für Innovationen ist ein Projekt von ThyssenKrupp Steel, bei der Stahl-Herstellung Kokskohle durch Wasserstoff zu ersetzen. Eine andere Idee: Bei der Herstellung von Stahl entstehen Gase. Diese sollen für Chemieprodukte genutzt werden. ThyssenKrupp arbeitet dabei mit der Covestro AG zusammen. Beide Firmen sind Gründungsmitglieder der Initiative.

Ziele erreichen, ohne Industrie aufzugeben

Professor Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut für Klimaforschung lobte die Initiative von Pinkwart. Sie komme zur rechten Zeit. Pinkwart betonte, er wolle die Klimaschutzziele von Paris erreichen, ohne dafür die Industrie aufzugeben.

Minister Pinkwart: "Mehr online erledigen"

WDR 5 Westblick - Interview 11.09.2018 10:29 Min. Verfügbar bis 11.09.2019 WDR 5

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Stand: 11.09.2018, 16:32