Pflegenotstand: Laumann kritisiert Krankenhäuser

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), 05.06.2018

Pflegenotstand: Laumann kritisiert Krankenhäuser

  • Gesundheitsminister Laumann: Kritik an Krankenhäusern
  • Anstrengungen bei der Pflege-Ausbildung sollen verstärkt werden
  • Auch Integration ausländischer Pflegekräfte soll schneller gehen

Die Krankenhäuser sollen mehr gegen den Fachkräftemangel in der Pflege tun. Geschäftsführer von Krankenhäusern hätten da eine Verantwortung, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag (02.01.2020) im WDR. Er wolle, dass es 2020 eine Ausbildungsgarantie für jeden jungen Menschen in NRW gebe, der Pflegekraft werden wolle.

In NRW gebe es große Universitäts-Krankenhäuser, die 2.000 Pflegekräfte beschäftigten, aber unter 100 Leute ausbildeten, kritisierte Laumann. "Ich kann sie nicht zwingen", so der Minister, aber es müsse mehr ausgebildet werden. Allein in NRW stünden 1,3 Milliarden Euro für die Ausbildung bereit, sodass es die Krankenhäuser nichts koste.

Pflegenotstand: Minister Laumann kritisiert Krankenhäuser

WDR 5 Westblick - Interview 02.01.2020 06:28 Min. Verfügbar bis 01.01.2021 WDR 5

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"Willkommenskultur" für ausländische Pflegekräfte

Zugleich müsse bei der Einwanderung von ausländischen Pflegekräften die Berufsanerkennung schneller gehen, so Laumann. "Wir brauchen eine bessere Willkommenskultur." Der Fachkräftemangel werde aus seiner Sicht über Jahrzehnte andauern, so Laumann, wegen der steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen.

Pfleger aus dem Ausland gesucht Westpol 15.12.2019 UT DGS Verfügbar bis 15.12.2020 WDR

Stand: 02.01.2020, 17:24