NRW will 2032 Olympische Spiele austragen

Planungen für NRW-Olympia-Bewerbung 2032

NRW will 2032 Olympische Spiele austragen

  • Gemeinsamer Antrag von CDU, FDP, SPD und Grünen
  • Vorhandene Sport-Infrastruktur als Plus
  • Bürger sollen an Entscheidung beteiligt werden

Nordrhein-Westfalen ist der Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele im Jahr 2032 am Dienstag (05.11.2019) einen Schritt nähergekommen. Die Fraktionen von CDU, FDP, SPD und Grünen sprechen sich in einem gemeinsamen Antrag, der in der kommenden Woche in den Landtag eingebracht werden soll, für eine Bewerbung aus.

14 Städte sollen Projekt stemmen

Bereits seit Oktober rührt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mit Sportmanager Michael Mronz, dem Gründer der Olympia-Initiative, die Werbetrommel für "Rhein Ruhr City 2032", in der 14 Städte aus dem Rhein-Ruhr-Raum das sportliche Mammutprojekt stemmen sollen.

Olympia 2032: Überzeugungsarbeit an Rhein und Ruhr

WDR 5 Morgenecho - Interview 22.10.2019 04:55 Min. Verfügbar bis 21.10.2020 WDR 5

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Die vier Fraktionen haben sie überzeugt - auch, weil das Projekt auf vorhandener Sport-Infrastruktur fußt. Von den Investitionen, die zusätzlich anfallen, erhoffen sich die Politiker positive Effekte: "Die Infrastrukturmaßnahmen sowohl im Verkehr als auch beim Bau von Wohnraum für das Olympische Dorf haben für die Menschen in NRW einen Mehrwert", sagt Andreas Terhaag (FDP).

Die Partei ihres Regierungspartners CDU sieht ebenfalls großes Potenzial in den Olympischen Spielen: "Die Vision nachhaltiger Spiele, die auf vorhandener Sport-Infrastruktur aufbauen, hat uns von Anfang an überzeugt", so Sportpolitiker Jens Nettekoven.

Oppositionsparteien fordern Bürgerbeteiligung

Die Vorfreude bei den Oppositionsparteien SPD und Grüne fällt verhaltener aus, aber unter der Voraussetzung, dass man die Bürger des Landes mit ins Boot hole, unterstütze man das Projekt: "Eine Bewerbung für die Spiele kann erfolgreich sein, wenn sie die Zustimmung der Menschen in unserem Land findet. Dafür wollen wir werben", sagt Rainer Bischoff (SPD).

Josefine Paul von den Grünen sieht das ähnlich: "Olympische und Paralympische Spiele in NRW müssen Spiele für die Menschen sein, deshalb brauchen wir geeignete Instrumente der Bürgerbeteiligung und vor allem eine transparente und nachvollziehbare Kostenplanung."

Hörmann sieht in Berlin die Sporthauptstadt Deutschlands

Wie die Chancen für die Ausrichtung NRWs nach den Spielen in Tokio (2020), Paris (2024) und Los Angeles (2028) stehen, wird neben der internationalen Konkurrenz auch von der nationalen Unterstützung abhängen. DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat unlängst die "stimmige und gute Konzeption" aus NRW gelobt, gleichzeitig aber betont, dass der Sportbund keine Kampagne starten werde, ehe man nicht mit den zuletzt gescheiterten Anwärtern aus Hamburg und Berlin geredet habe. Dabei sei Berlin unumstritten die "Sporthauptstadt Deutschlands".

Laschet: "Nicht Gigantomanie, sondern das, was da ist, fit machen" Sportschau 21.10.2019 03:04 Min. Verfügbar bis 21.10.2020 Das Erste

Stand: 05.11.2019, 19:08