NRW-Trend: Grüne erstmals vor SPD

Sonntagsfrage Landtagswahl

NRW-Trend: Grüne erstmals vor SPD

  • NRW-Trend: Grüne erstmals vor SPD
  • Schwarz-Gelb hat laut Umfrage keine Mehrheit mehr
  • Friedrich Merz bei NRW-Bürgern favorisierter Union-Kanzlerkandidat

Würde an diesem Sonntag ein neuer Landtag in NRW gewählt, bliebe die CDU mit 32 Prozent weiterhin klar stärkste Kraft. Die CDU kann damit weiter zulegen und erreicht nahezu den Wert der Landtagswahl 2017 (33 Prozent). Das ist das Ergebnis des NRW-Trends, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins WESTPOL im Zeitraum zwischen dem 24. und dem 29. Oktober erhoben hat.

Die FDP als kleiner Koalitionspartner verliert dagegen deutlich und kommt nur noch auf 8 Prozent. Damit hätte die schwarz-gelbe Landesregierung keine Mehrheit mehr im Düsseldorfer Landtag.

NRW Trend: Grüne erstmals vor SPD

Sonntagsfrage Landtagswahl

Würde an diesem Sonntag ein neuer Landtag in NRW gewählt, bliebe die CDU mit 32 Prozent weiterhin stärkste Kraft. Die FDP als kleiner Koalitionspartner verliert dagegen deutlich. Damit hätte die schwarz-gelbe Landesregierung keine Mehrheit mehr im Düsseldorfer Landtag. Vier andere Koalitionen wären hingegen möglich: schwarz-grün, schwarz-rot, grün-rot-rot oder eine Ampelkoalition mit Grünen, SPD und FDP.

Würde an diesem Sonntag ein neuer Landtag in NRW gewählt, bliebe die CDU mit 32 Prozent weiterhin stärkste Kraft. Die FDP als kleiner Koalitionspartner verliert dagegen deutlich. Damit hätte die schwarz-gelbe Landesregierung keine Mehrheit mehr im Düsseldorfer Landtag. Vier andere Koalitionen wären hingegen möglich: schwarz-grün, schwarz-rot, grün-rot-rot oder eine Ampelkoalition mit Grünen, SPD und FDP.

Die Grünen verbessern sich deutlich (+6) und sind mit 23 Prozent erstmals zweitstärkste Kraft vor der SPD (20 Prozent, -3).

Die Zufriedenheit mit der Landesregierung geht im Vergleich zu Februar 2019 deutlich zurück. Mit 44 Prozent stellt nur weniger als die Hälfte der Befragten der schwarz-gelben Landesregierung ein gutes Zeugnis aus. Mehr als jeder zweite Befragte sieht die Regierungsarbeit kritisch. Im bundesweiten Vergleich landet die Landesregierung damit im unteren Drittel.

Ministerpräsident Armin Laschet genießt dagegen bei den Nordrhein-Westfalen so viel Rückhalt wie noch nie. 54 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden.

Das sind 17 Prozentpunkte mehr als zu Jahresbeginn., als besonders intensiv über den Kompromiss zum Kohleausstieg und die Zukunft des Hambacher Forstes diskutiert wurde.

42 Prozent der Nordrhein-Westfalen sehen in Friedrich Merz einen guten Kanzlerkandidaten, 41 Prozent in Armin Laschet. Annegret Kramp-Karrenbauer landet deutlich hinter Jens Spahn auf dem letzten Platz. Bei den CDU-Anhängern liegt der Zuspruch für Merz sogar bei 59 Prozent, Armin Laschet kommt dort auf 51 Prozent.

FDP-Landeschef Joachim Stamp hat als stellvertretender Ministerpräsident unverändert mit Bekanntheitsproblemen zu kämpfen. Gut 60 Prozent der Befragten trauen sich kein Urteil über seine Arbeit zu. 17 Prozent der Befragten sind zufrieden mit seiner Arbeit, 22 Prozent unzufrieden. CDU-Innenminister Herbert Reul bekommt dagegen von 38 Prozent der Befragten gute Noten. Bei FDP-Bildungsministerin Yvonne Gebauer und CDU-Verkehrsminister Hendrik Wüst überwiegen die kritischen Stimmen.

Mit Blick auf die Verkehrssituation im Land sind 54 Prozent der Befragten der Meinung, dass mehr Busse und Bahnen im ÖPNV die Lage am ehesten verbessern würden. 26 Prozent der Befragten setzen auf ein besseres Straßennetz. Nur 7 Prozent glauben, dass mehr und bessere Radwege die Verkehrssituation verbessern würden.

Bei der Bekämpfung von Kriminalität und Verbrechen genießt die Landesregierung mehr Vertrauen als die rot-grüne Vorgängerregierung. Ihre Anstrengungen in der Schul- und Bildungspolitik und bei der Sanierung von Straßen, Brücken und Schienen stoßen hingegen auf mehrheitliche Unzufriedenheit. Auch im Bereich der Umwelt- und Klimapolitik halten zwei Drittel die Bemühungen von Schwarz-Gelb für unzureichend.

Grüne zweitstärkste Kraft vor der SPD

Die Grünen verbessern sich deutlich und sind mit 23 Prozent erstmals zweitstärkste Kraft vor der SPD. Der Abwärtstrend der AfD setzt sich fort. Sie kommt jetzt nur noch auf 7 Prozent. Die Linke kommt unverändert auf 6 Prozent und wäre damit ebenfalls im Landtag vertreten.

Vier Regierungskoalitionen möglich

Damit wären gleich mehrere Regierungskoalitionen im Düsseldorfer Landtag möglich. Die CDU könnte eine schwarz-grüne oder eine schwarz-rote Koalition anführen. Die Grünen könnten allerdings auch selber in die Düsseldorfer Staatskanzlei einziehen. Zusammen mit SPD und FDP hätten sie ebenso eine Mehrheit wie gemeinsam mit SPD und Linke.

Zufriedenheit mit Laschet, aber nicht mit der Landesregierung

Die Zufriedenheit mit der Landesregierung geht im Vergleich zu Februar 2019 deutlich zurück. Mit 44 Prozent stellt nur weniger als die Hälfte der Befragten der schwarz-gelben Landesregierung ein gutes Zeugnis aus. Mehr als jeder zweite Befragte sieht die Regierungsarbeit kritisch. Im bundesweiten Vergleich landet die Landesregierung damit im unteren Drittel.

Ministerpräsident Armin Laschet genießt dagegen bei den Nordrhein-Westfalen so viel Rückhalt wie noch nie. 54 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden. Das sind 17 Prozentpunkte mehr als zu Jahresbeginn, als besonders intensiv über den Kohleausstieg und die Zukunft des Hambacher Forstes diskutiert wurde.

Stand: 03.11.2019, 14:00