NRW-Trend: Mehrheit will früheren Kohleausstieg

Kohle-Ausstieg bis 2038

NRW-Trend: Mehrheit will früheren Kohleausstieg

  • Mehrheit in NRW für frühen Kohleausstieg
  • Ablehnung von Diesel-Fahrverboten
  • Zuwächse für CDU, SPD und und FDP

Eine knappe Mehrheit der Nordrhein-Westfalen möchte früher als 2038 aus der Kohleverstromung aussteigen. Das ist das Ergebnis des NRW-Trends, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins Westpol in dieser Woche (18.-24.02.2019) erhoben hat. Demnach halten 51 Prozent der Befragten das von der Kohlekommission vorgeschlagene Ausstiegsdatum 2038 für zu spät.

NRW-Trend: Mehrheit will früheren Kohleausstieg

Eine knappe Mehrheit der Menschen in NRW möchte früher als 2038 aus der Kohleverstromung austeigen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des WDR.

Kohle-Ausstieg bis 2038

Eine knappe Mehrheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen möchte früher als 2038 aus der Kohleverstromung austeigen. Das ist das Ergebnis des NRW-Trends, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins WESTPOL in dieser Woche erhoben hat. Demnach halten 51 Prozent der Befragten das von der Kohlekommission vorgeschlagene Ausstiegsdatum 2038 für zu spät. Jeder vierte Befragte (25 Prozent) hält einen Ausstieg 2038 für richtig, knapp jeder Fünfte (18 Prozent) findet den Zeitpunkt zu früh. Für einen Ausstieg vor 2038 sprechen sich vor allem die Anhänger der Grünen (81 Prozent) und SPD (57 Prozent) aus.

Eine knappe Mehrheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen möchte früher als 2038 aus der Kohleverstromung austeigen. Das ist das Ergebnis des NRW-Trends, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins WESTPOL in dieser Woche erhoben hat. Demnach halten 51 Prozent der Befragten das von der Kohlekommission vorgeschlagene Ausstiegsdatum 2038 für zu spät. Jeder vierte Befragte (25 Prozent) hält einen Ausstieg 2038 für richtig, knapp jeder Fünfte (18 Prozent) findet den Zeitpunkt zu früh. Für einen Ausstieg vor 2038 sprechen sich vor allem die Anhänger der Grünen (81 Prozent) und SPD (57 Prozent) aus.

Dass sich Schülerinnen und Schüler für mehr Klimaschutz einsetzen, findet mit 92 Prozent der Befragten eine deutliche Mehrheit grundsätzlich gut.

Dass Jugendliche für die Teilnahme an den Klimademos "Fridays for Future" zum Teil die Schule schwänzen, stößt allerdings auf ein geteiltes Echo: 49 Prozent der Befragten finden das in Ordnung, 49 Prozent nicht. Mehrheitlich Verständnis für das Schwänzen haben die Anhänger von Linkspartei (82 Prozent), Grünen (72 Prozent) und SPD (58 Prozent). Mehrheitlich nicht gut finden es die Anhänger von AfD (56 Prozent), FDP (59 Prozent) und CDU (66 Prozent).

Für Diesel-Fahrverbote auf Basis der bestehenden Grenzwerte gibt es in Nordrhein-Westfalen keine Mehrheit. 43 Prozent der Befragten sehen Fahrverbote grundsätzlich kritisch. Fast jeder Vierte (23 Prozent) teilt die Ansicht der Bundes- und Landesregierung, dass Fahrverbote erst bei der Überschreitung von höheren Grenzwerten greifen sollten. Fahrverbote auf Basis der bestehenden Grenzwerte befürworten 28 Prozent der Befragten.

Die Idee einiger Städte auf mehrspurigen Straßen sogenannte Umweltspuren einzurichten, auf denen nur Busse, Fahrräder und Elektro-Autos fahren dürfen, stößt ebenfalls auf Skepsis. 41 Prozent der Befragten befürworten die Einrichtung von Umweltspuren, jeder Zweite hält davon nichts (52 Prozent).

Würde an diesem Sonntag ein neuer Landtag in NRW gewählt, bliebe die CDU mit 30 Prozent weiterhin klar stärkste Kraft (+2 Prozentpunkte im Vergleich zu Oktober 2018). Die FDP als kleiner Koalitionspartner kann sich mit 12 Prozent ebenfalls verbessern (+1). Die SPD erholt sich leicht und kommt auf 23 Prozent (+2). Während die Grünen mit unverändert 17 Prozent drittstärkste Kraft im Land bleiben, verliert die AfD deutlich (-3) und erreicht mit 9 Prozent erstmals seit der Landtagswahl im Mai 2017 nur noch einen einstelligen Wert. Die Linke verliert ebenfalls (-2), wäre aber mit 6 Prozent im Landtag vertreten. Mit insgesamt sechs Fraktionen im Parlament hätte Schwarz-Gelb keine Mehrheit mehr.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) verliert deutlich an Zuspruch. Nur noch 37 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden, 11 Prozentpunkte weniger als im Oktober. 37 Prozent der Befragten sind unzufrieden, 18 Prozent trauen sich kein Urteil zu, 8 Prozent ist Laschet unbekannt. Großen Rückhalt genießt Laschet nur in den Reihen der CDU: 70 Prozent der Anhänger sind mit ihm zufrieden, 12 Prozent unzufrieden. Bei den Anhängern der mitregierenden FDP ist hingegen die Mehrheit unzufrieden (43 zu 34 Prozent).

Im bundesweiten Vergleich der Regierungschefs landet Laschet damit auf dem vorletzten Platz. Lediglich die SPD-Regierungschefs von Bremen, Sieling (35 Prozent), und Berlin, Müller (39 Prozent), sind ähnlich unpopulär.

Jeder Vierte Befragte (25 Prozent) hält einen Ausstieg 2038 für richtig, knapp jeder Fünfte (18 Prozent) findet den Zeitpunkt zu früh. Für einen Ausstieg vor 2038 sprechen sich vor allem die Anhänger der Grünen (81 Prozent) und SPD (57 Prozent) aus.

Schwänzen für Klimaschutz-Demos stößt auf geteiltes Echo

Dass sich Schülerinnen und Schüler für mehr Klimaschutz einsetzen, findet mit 92 Prozent der Befragten eine deutliche Mehrheit der Nordrhein-Westfalen grundsätzlich gut. Dass sie dafür zum Teil die Schule schwänzen, stößt allerdings auf ein geteiltes Echo: 49 Prozent der Befragten finden das in Ordnung, 49 Prozent finden das nicht.

Diesel-Fahrverbote und Umweltspuren: Mehrheit der Befragten skeptisch

Für Diesel-Fahrverbote auf Basis der bestehenden Grenzwerte gibt es in Nordrhein-Westfalen keine Mehrheit. 43 Prozent der Befragten sehen Fahrverbote grundsätzlich kritisch.

Umweltspuren - sinnvoll oder nicht?

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 10.01.2019 07:05 Min. Verfügbar bis 10.01.2024 WDR 5

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Sonntagsfrage: Schwarz-Gelb und SPD legen zu, AfD nur noch einstellig

Würde an diesem Sonntag ein neuer Landtag in NRW gewählt, bliebe die CDU mit 30 Prozent weiterhin klar stärkste Kraft (+2 Prozentpunkte im Vergleich zu Oktober 2018). Die FDP als kleiner Koalitionspartner kann sich mit 12 Prozent ebenfalls verbessern (+1). Die SPD erholt sich leicht und kommt auf 23 Prozent (+2).

Während die Grünen mit unverändert 17 Prozent drittstärkste Kraft im Land sind, verliert die AfD deutlich (-3) und erreicht mit 9 Prozent erstmals seit der Landtagswahl im Mai 2017 nur noch einen einstelligen Wert. Die Linke verliert ebenfalls (-2), wäre aber mit 6 Prozent ebenfalls im Landtag vertreten. Mit sechs Fraktionen im Parlament hätte Schwarz-Gelb keine Mehrheit mehr.

Dabei stellt mit 51 Prozent der Befragten die Mehrheit der Befragten der schwarz-gelben Landesregierung erstmals seit dem Regierungswechsel ein überwiegend gutes Zeugnis aus.

Armin Laschet unpopulärster CDU-Ministerpräsident

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) verliert dagegen deutlich an Zuspruch. Nur noch 37 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden, 11 Prozentpunkte weniger als im Oktober.

Stand: 24.02.2019, 14:24