NRW-Trend: Mehrheit gegen Rodung, CDU bricht ein

NRW-Trend: Mehrheit gegen Rodung, CDU bricht ein

  • Mehrheit in NRW lehnt geplante Rodung des Hambacher Forsts ab
  • CDU verliert massiv an Zuspruch
  • Ergebnisse einer Umfrage des WDR-Magazins Westpol

Große Teile der Bevölkerung lehnen die von RWE geplante Rodung des Hambacher Forsts ab. 79 Prozent der Nordrhein-Westfalen finden die Rodung nicht richtig. Lediglich 18 Prozent befürworten die geplante Abholzung des Waldstücks. Das ist das Ergebnis des NRW-Trends, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins Westpol in dieser Woche erhoben hat. Auch 71 Prozent der CDU-Anhänger wollen den Hambacher Forst erhalten.

Darüber hinaus sprechen sich zwei Drittel der Bürger in NRW (68 Prozent) für einen Ausstieg aus der Braunkohle vor dem Jahr 2045 aus - mehr als bei der letzten Befragung im Januar 2018. Nur ein Viertel will am Braunkohleabbau bis 2045 festhalten. Die Hauptverantwortung für die Zuspitzung des Konflikts im Hambacher Forst sehen die Bürger bei RWE; 39 Prozent der Befragten schreiben die verschärfte Auseinandersetzung dem Energiekonzern zu.

Deutlicher Stimmungsverlust für CDU

Wenn an diesem Sonntag (07.10.2018) in NRW Landtagswahl wäre, käme die Regierungspartei nur noch auf 28 Prozent - ein Minus von sieben Punkten. Die SPD bekäme derzeit 21 Prozent (-1), der niedrigste jemals im NRW-Trend erhobene Wert für die Sozialdemokraten.

Demgegenüber legt die FDP um zwei Punkte zu und käme aktuell auf 11 Prozent. Deutlich im Aufwind dagegen liegen die NRW-Grünen: Sie könnten mit einem Stimmenanteil von 17 Prozent rechnen – ein Plus von fünf Punkten im Vergleich zum Mai 2018. Die AfD verharrt bei 12 Prozent.

Bei einem solchen Wahlausgang hätte Schwarz-Gelb keine Mehrheit im Landtag. Die Zufriedenheit mit der Landesregierung bleibt insgesamt verhalten: Wie im Mai stellen unverändert 44 Prozent der Befragten der schwarz-gelben Landesregierung ein gutes Zeugnis aus, während 53 Prozent (+2) die Regierungsarbeit kritisch sehen.

Meinungsbild der Menschen in NRW im Oktober

NRW Trend: Die Rodung des Hambacher Forsts ist?

Große Teile der Bevölkerung lehnen die von RWE geplante Rodung des Hambacher Forsts ab. Insgesamt finden 79 Prozent die Rodung nicht richtig. Bei Anhängern aller Parteien überwiegt die Ablehnung, auch 71 Prozent der CDU-Anhänger wollen den Wald zwischen Köln und Aachen erhalten.

Große Teile der Bevölkerung lehnen die von RWE geplante Rodung des Hambacher Forsts ab. Insgesamt finden 79 Prozent die Rodung nicht richtig. Bei Anhängern aller Parteien überwiegt die Ablehnung, auch 71 Prozent der CDU-Anhänger wollen den Wald zwischen Köln und Aachen erhalten.

Darüber hinaus sprechen sich mittlerweile zwei Drittel der Bürger in NRW (68 Prozent) für einen Ausstieg aus der Braunkohle vor dem Jahr 2045 aus - vier Prozent mehr als noch im Januar 2018. Ein Viertel (27 Prozent) will dagegen am Braunkohleabbau bis 2045 festhalten - darunter mehrheitlich Anhänger von FDP und AfD.

Der Streit um den Hambacher Forst ist seit Wochen bestimmendes Thema in NRW. Die Hauptverantwortung für die aktuelle Zuspitzung sehen 39 Prozent der Bürger bei RWE. Die Landesregierung wird von 24 Prozent dafür verantwortlich gemacht. Weniger Menschen sehen die Verantwortung bei Baumbesetzern (16 Prozent), Umweltverbänden (8 Prozent) oder den Grünen (7 Prozent).

Die Zufriedenheit mit der Landesregierung bleibt, wie schon im Mai, insgesamt verhalten: Unverändert stellen 44 Prozent der Befragten der schwarz-gelben Landesregierung ein gutes Zeugnis aus, während 53 Prozent (+2) die Regierungsarbeit kritisch sehen.

Damit gerät die CDU - ähnlich wie auf Bundesebene - deutlich unter Druck: Bei einer Landtagswahl zum aktuellen Zeitpunkt kämen die Christdemokraten nur noch auf 28 Prozent - ein Minus von sieben Punkten. Auch die SPD bekäme derzeit nur 21 Prozent (-1) - der niedrigste jemals im NRW-Trend erhobene Wert für die Sozialdemokraten. Demgegenüber legt die FDP um zwei Punkte zu und käme aktuell auf 11 Prozent. Deutlich im Aufwind dagegen liegen die NRW-Grünen: Sie könnten mit einem Stimmenanteil von 17 Prozent rechnen – ein Plus von fünf Punkten im Vergleich zum Mai 2018. Die AfD verharrt bei 12 Prozent. Die Linkspartei wäre mit 8 Prozent wieder im Landtag vertreten.

Untrennbar mit der Krise der CDU verbunden scheint auch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zu sein: In der Diskussion um eine Nachfolge Angela Merkels im Kanzleramt sind 58 Prozent der Auffassung, dass Laschet kein guter Bundeskanzler wäre. Ein Fünftel (20 Prozent) hält ihn für einen guten Nachfolger Merkels.

Bei der Auswahl zwischen drei Kandidaten für das Kanzleramt würden sich die meisten für die derzeitige CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer (35 Prozent) entscheiden. 20 Prozent würden Laschet auswählen und 12 Prozent den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU). Allerdings überzeugt dieses Personalangebot viele nicht, denn 32 Prozent können oder wollen sich für keinen der drei Politiker entscheiden.

Laschet wird nicht als Nachfolger Merkels gesehen

In der Diskussion um eine Nachfolge Angela Merkels im Kanzleramt bewerten die Menschen in NRW Armin Laschet als Bundeskanzler mehrheitlich skeptisch: Nur 20 Prozent könnten sich ihn als Bundeskanzler vorstellen, fast zwei Drittel halten Laschet für ungeeignet für das Amt.

Bei der Auswahl zwischen drei Kandidaten für das Kanzleramt würden sich die meisten für die derzeitige CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer (35 Prozent) entscheiden. 20 Prozent würden Laschet auswählen und 12 Prozent den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Stand: 07.10.2018, 15:00