NRW Trend: Mehrheit für Braunkohleausstieg

NRW Trend: Mehrheit für Braunkohleausstieg

  • 64 Prozent der Bürger für Kohleausstieg vor 2045
  • 49 Prozent unzufrieden mit Arbeit der Regierung
  • Sonntagsfrage: FDP verliert, Grüne gewinnen

Zwei von drei Nordrhein-Westfalen (64 Prozent) plädieren für einen früheren Ausstieg aus der Braunkohle; noch vor 2045, dem Jahr, bis zu dem in NRW die Betriebsgenehmigung für den Tagebau läuft. Knapp ein Drittel der Befragten (31 Prozent) dagegen will an diesem Ausstiegsdatum festhalten. Das ist das Ergebnis des NRW Trends, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins Westpol in dieser Woche erhoben hat. 77 Prozent der Befürworter eines früheren Braunkohleausstiegs würden dafür auch höhere Energiekosten in Kauf nehmen.

Unzufriedenheit mit Landesregierung nimmt zu

Ein halbes Jahr nach Antritt der neuen schwarz-gelben Landesregierung sind nur 43 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mit der Arbeit der Koalition zufrieden. 49 Prozent sind dagegen unzufrieden. Damit steigt die Unzufriedenheit mit der Landesregierung um 15 Prozentpunkte im Vergleich zur vergangenen Umfrage im September 2017.

Sonntagsfrage: FDP verliert, Grüne gewinnen

Würde an diesem Sonntag (14.01.2018) ein neuer Landtag in NRW gewählt, bliebe die CDU mit 34 Prozent weiterhin klar stärkste Kraft (+1 Prozentpunkt im Vergleich zu September 2017). Die SPD verliert 2 Prozentpunkte und käme aktuell auf 28 Prozent. Der kleinere Regierungspartner FDP verliert deutlich an Zustimmung (10 Prozent, -3), bliebe jedoch drittstärkste Kraft. Die Grünen verzeichnen deutliche Gewinne und kämen aktuell auf 9 Prozent der Stimmen (+3). Auch AfD (9 Prozent, +1) und Linke (7 Prozent, +1) können sich leicht steigern.

 Mehrheit für Eintritt der SPD in GroKo

Eine Mehrheit von 55 Prozent der Befragten ist der Meinung, die SPD sollte eine Koalition mit der Union eingehen - 38 Prozent sind gegenteiliger Meinung.

CDU bei Sonntagsfrage stärkste Kraft

Würde an diesem Sonntag ein neuer Landtag in NRW gewählt, bliebe die CDU mit 34 Prozent weiterhin klar stärkste Kraft. Die Mehrheit der Befragten spricht sich im NRW Trend für eine Groko auf Bundesebene aus.

NRW Trend,  Landtagswahl

Sonntagsfrage: FDP verliert, Grüne gewinnen: Würde an diesem Sonntag ein neuer Landtag in NRW gewählt, bliebe die CDU mit 34 Prozent weiterhin klar stärkste Kraft (+1 Prozentpunkt im Vergleich zu September 2017). Die SPD verliert 2 Prozentpunkte und käme aktuell auf 28 Prozent. Der kleinere Regierungspartner FDP verliert deutlich an Zustimmung (10 Prozent, -3), bliebe jedoch drittstärkste Kraft. Die Grünen verzeichnen deutliche Gewinne und kämen aktuell auf 9 Prozent der Stimmen (+3). Auch AfD (9 Prozent, +1) und Linke (7 Prozent, +1) können sich leicht steigern.

Sonntagsfrage: FDP verliert, Grüne gewinnen: Würde an diesem Sonntag ein neuer Landtag in NRW gewählt, bliebe die CDU mit 34 Prozent weiterhin klar stärkste Kraft (+1 Prozentpunkt im Vergleich zu September 2017). Die SPD verliert 2 Prozentpunkte und käme aktuell auf 28 Prozent. Der kleinere Regierungspartner FDP verliert deutlich an Zustimmung (10 Prozent, -3), bliebe jedoch drittstärkste Kraft. Die Grünen verzeichnen deutliche Gewinne und kämen aktuell auf 9 Prozent der Stimmen (+3). Auch AfD (9 Prozent, +1) und Linke (7 Prozent, +1) können sich leicht steigern.

Zufriedenheit mit der Landesregierung: Ein halbes Jahr nach Antritt der neuen schwarz-gelben Landesregierung sind nur 43 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mit der Arbeit der Koalition zufrieden oder sehr zufrieden. Das sind 2 Prozentpunkte weniger als im September 2017. 49 Prozent sind dagegen unzufrieden. Damit steigt die Unzufriedenheit mit der Landesregierung um 15 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Umfrage im September 2017.

Wirtschaft und Bildung: Nur etwa jeder vierte Nordrhein-Westfale (26 Prozent) ist der Meinung, dass die neue Landesregierung in den Bereichen Schul- und Bildungspolitik eine bessere Arbeit macht als Rot-Grün. 14 Prozent finden sogar, dass Schwarz-Gelb einen schlechteren Job macht. Etwas weniger als die Hälfte der Befragten (44 Prozent) sieht keinen Unterschied zwischen der Bildungspolitik von CDU/FDP und SPD/Grüne. Bei der Wirtschaftspolitik ist der Trend ähnlich. 27 Prozent finden, die aktuelle Landesregierung bringt die Wirtschaft besser voran als ihre Vorgänger. 8 Prozent denken, Schwarz-Gelb macht einen schlechteren Job und gut die Hälfte (53 Prozent) bewertet die Arbeit der beiden Regierungen gleich.

Kriminalität und Verkehr: 53 Prozent der Befragten finden, dass die neue Landesregierung die Kriminalität genauso bekämpft, wie Rot-Grün. 24 Prozent finden, sie macht es besser, 12 Prozent schlechter. Lediglich 18 Prozent meinen, dass die neue Landesregierung bei der Sanierung der Verkehrsinfrastruktur besser ist. 12 Prozent bewerten die Arbeit im Bereich Verkehr schlechter als die der alten Regierung, 58 Prozent sagen genauso.

Braunkohleausstieg: Zwei von drei Nordrhein-Westfalen (64 Prozent) plädieren für einen früheren Ausstieg aus der Braunkohle, noch vor 2045, dem Jahr bis zu dem in NRW die Betriebsgenehmigung für den Tagebau noch läuft. Knapp ein Drittel der Befragten (31 Prozent) will an diesem Ausstiegsdatum festhalten. Größte Verfechter des Braunkohleausstiegs sind Anhänger der Grünen (99 Prozent), gefolgt von der SPD (77 Prozent), der CDU (59 Prozent). Die Anhängerschaft von FDP (50 Prozent für Ausstieg) und AfD (45 Prozent) ist in dieser Frage gespalten.

Energiekosten: 77 Prozent der Befragten wären bereit, für den früheren Ausstieg aus der Braunkohle höhere Energiekosten zu zahlen, 21 Prozent hingegen nicht.

Groko: Eine Mehrheit von 55 Prozent der Befragten ist der Meinung, die SPD sollte eine Koalition mit der Union eingehen - 38 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Auch die Anhänger der SPD plädieren mit 58 Prozent mehrheitlich für ein Zusammengehen mit der Union auf Bundesebene, immerhin 38 Prozent sprechen sich jedoch dagegen aus. Allerdings war zum Zeitpunkt der Befragung das Ergebnis der Sondierungsverhandlungen noch nicht bekannt.

Stand: 14.01.2018, 15:34