Andreas Pinkwart (FDP)

Andreas Pinkwart

Andreas Pinkwart (FDP)

Name: Andreas Pinkwart
Geboren: 18. August 1960
Beruf/Ausbildung: Universitätsprofessor
Persönliches: Verheiratet, zwei Kinder. Lebt in Düsseldorf.

Politischer Werdegang: Andreas Pinkwart feiert ein Comeback im Kabinett. Der FDP-Politiker übernimmt aber eine neue Aufgabe. Von 2005 bis 2010 war der Volkswirt Pinkwart Wissenschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident. Nun leitet er das Wirtschaftsministerium.

Der im Süden des Bergischen Landes geborene Pinkwart hatte Nordrhein-Westfalen zwischenzeitlich verlassen. 2011 wurde er Professor und Rektor der Handelshochschule Leipzig. Den akademischen Job tauscht er nun wieder gegen ein wichtiges Ministeramt in Düsseldorf. Im Wahlkampf verkaufte sich die FDP erfolgreich als moderne Digitalpartei. Pinkwart muss dieses Image nun in seinem Querschnittsressort - er ist auch für Energie, Digitales und Innovation zuständig - mit Leben erfüllen.

Nachfolger von Möllemann

Politische Erfahrung hat Pinkwart. 2002 übernahm er den FDP-Landesvorsitz in NRW. Er löste damals Jürgen Möllemann ab, der wegen eines Parteispendenskandals und Antisemitismus-Vorwürfen gehen musste. Bis 2010 führte der Wissenschaftler, der 1980 zu Zeiten der sozialliberalen Bundesregierung Schmidt/Genscher in die FDP eingetreten war, den mitgliederstärksten Landesverband der Freien Demokraten.

Pinkwart gilt als besonnener und freundlicher Politiker, der selbst in der turbulenten Endphase der Regierung Rüttgers 2010 immer gute Kontakte zu Journalisten und Oppositionspolitikern hielt. Sogar die Grünen lobten ihn vor sieben Jahren bei seinem Weggang aus Düsseldorf als "Brückenbauer" und "Reformer".

Das sind die Minister im Kabinett Laschet

Das schwarz-gelbe Kabinett unter Ministerpräsident Armin Laschet. Ein Überblick über die Ministerinnen und Minister.

Der neue Innenminister Herbert Reul bei einer Talkshow

Minister für Inneres
Herbert Reul, CDU, Jahrgang 1952. Als Europa-Abgeordneter saß er zuvor im EU-Parlament in Brüssel. Reul war bis 2003 Generalsekretär der NRW-CDU. Er beschreibt sich selbst als "überzeugten Europäer aus Leichlingen im Bergischen Land".

Minister für Inneres
Herbert Reul, CDU, Jahrgang 1952. Als Europa-Abgeordneter saß er zuvor im EU-Parlament in Brüssel. Reul war bis 2003 Generalsekretär der NRW-CDU. Er beschreibt sich selbst als "überzeugten Europäer aus Leichlingen im Bergischen Land".

Minister für Finanzen
Lutz Lienenkämper, CDU, Jahrgang 1969. Er war in der früheren schwarz-gelben Landesregierung Minister für Bauen und Verkehr und danach Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion.

Minister für Justiz
Peter Biesenbach, CDU, Jahrgang 1948. Er war vor dem Wechsel ins Regierungsamt stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und hat den Silvester-Untersuchungsausschuss geleitet.

Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie
Andreas Pinkwart, FDP, Jahrgang 1960, war bereits bis 2010 Minister für Wissenschaft in NRW. Nach der rot-grünen Regierungsübernahme verließ Pinkwart überraschend die Politik und wurde Rektor der Handelshochschule Leipzig.

Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales
Karl-Josef Laumann, CDU, Jahrgang 1957, war in der letzten schwarz-gelben Landesregierung bereits für das selbe Ministerium zuständig. Von 2014 bis 2017 war Laumann Beauftragter der Bundesregierung für Patienten und die Pflege.

Minister für Integration, Jugend, Kinder und Familie
Joachim Stamp, FDP, Jahrgang 1970. Der Politikwissenschaftler aus Bonn ist Vize-Regierungschef und Landesvorsitzender der FDP.

Ministerin für Schule und Bildung
Yvonne Gebauer, FDP, Jahrgang 1966. Die gelernte Kauffrau kommt aus dem FDP-Kreisverband Köln und war in der FDP-Landtagsfraktion zuständig für Schulthemen.

Minister für Verkehr
Hendrik Wüst, CDU, Jahrgang 1975, zuletzt wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Der studierte Jurist ist Geschäftsführer des Zeitungsverlegerverbandes Nordrhein-Westfalen.

Ministerin für Wissenschaft und Kultur
Isabel Pfeiffer-Poensgen, parteilos, Jahrgang 1954, hat ein neu zugeschnittenes Ministerium übernommen. Die studierte Juristin war zuletzt Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder.

Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung
Ina Scharrenbach, CDU, Jahrgang 1976, ist Vorsitzende der NRW-Frauen-Union und saß für die CDU im Silvester-Untersuchungsausschuss.

Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales
Stephan Holthoff-Pförtner, CDU, Jahrgang 1948, ist Strafverteidiger und Miteigentümer der Funke Familien Gesellschaft, zu der auch die WAZ-Mediengruppe gehört. Er war außerdem bisher Präsident des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger. Bis Ende August 2017 war Holthoff-Pförtner in der Landesregierung zuständig für Medien, gab den Bereich aber nach Kritik von Opposition und Staatsrechtlern ab. Die Verantwortung für den Bereich hat Regierungschef Armin Laschet selbst übernommen.

Ministerin für Umwelt und Landwirtschaft
Ursula Heinen-Esser, CDU, Jahrgang 1965, ist Diplom-Volkswirtin. Zuletzt war die Politikerin als Vorsitzende der Geschäftsführung in der Bundesgesellschaft für Endlagerung tätig. Christina Schulze Föcking (CDU) hatte das Ressort bis zu ihrem Rücktritt am 15.05.2018 geleitet.

Stand: 30.06.2017, 06:30