NRW-Regierung verstärkt Kampf gegen Salafismus

NRW-Regierung verstärkt Kampf gegen Salafismus

  • Salafisten-Szene ist jünger und weiblicher geworden
  • Landesregierung setzt auf Deradikalisierungsangebote
  • Anzahl der Beratungsstellen "Wegweiser" wird erhöht

Nordrhein-Westfalen verstärkt den Kampf gegen den verfassungsfeindlichen Salafismus durch den Ausbau von Präventions- und Deradikalisierungsangeboten. "Schnellere Radikalisierungsprozesse, salafistische Frauen-Netzwerke und Rückkehrer aus Jihad-Gebieten sind aktuell besondere Herausforderungen", teilte die Staatskanzlei am Freitag (18.01.2019) mit.

"Wegweiser"-Beratungsstellen werden ausgebaut

Die Landesregierung werde deshalb die Anzahl der Beratungsstellen ihres Präventionsprogamms "Wegweiser" erhöhen, hieß es weiter. Bislang gibt es 17, 25 sollen es werden. Außerdem soll es Geld für Lehrerfortbildungen und lokale Präventionsprogramme geben. Eine Arbeitsgruppe beschäftige sich zudem mit der Frage, wie junge Frauen und Mädchen gezielt angesprochen werden können, um sie von einer Radikalisierung abzuhalten.

Ende 2018 lebten nach Angaben der Landesregierung in NRW rund 870 gewaltorientierte Salafisten. Die Szene werde jünger - fünf bis zehn Prozent der bekannten Salafisten seien zwischen 14 und 17 Jahre alt. Auch sei die Szene mit einem Frauenanteil von 18 Prozent weiblicher geworden.

Neue Beratungsstelle gegen Salafismus in NRW

COSMO Daily Good News 12.11.2018 01:55 Min. Verfügbar bis 12.11.2019 COSMO

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Stand: 18.01.2019, 12:38