AfD wirft Laschet in Islamfrage Spaltung vor

Innenansicht der Kuppel der Yunus Emre Moschee in Aachen

AfD wirft Laschet in Islamfrage Spaltung vor

Von Rainer Striewski

  • Laschet erklärte, der Islam sei Teil unserer Gesellschaft
  • AfD wirft ihm Spaltung des Landes vor
  • Fraktionsübergreifende Kritik an Moscheeverband Ditib

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat im Landtag seine Teilnahme bei der Eröffnung einer Ditib-Moschee in Aachen verteidigt. Wenn man Menschen in NRW integrieren möchte, müsse man sie auch würdigen, indem man dorthin geht, erklärte Laschet am Donnerstag (17.05.2018). Bei dem Moschee-Besuch hatte Laschet erklärt, der Islam sei "Teil unserer Gesellschaft".

Laschet habe sich an Islam "angebiedert"

Die AfD-Fraktion im Landtag wirft Laschet deshalb vor, das Land zu spalten. Laschet habe sich bei der Moschee-Eröffnung an den Islam "angebiedert" und die "Geschichte unserer Eltern und Großeltern verraten", so Fraktionschef Markus Wagner bei einer Aktuellen Stunde im Landtag.

Gehört der Islam zu NRW?

WDR 5 Westblick - aktuell | 17.05.2018 | 03:06 Min.

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Kritik am Ditib-Verband

Die übrigen Fraktionen von SPD, Grüne, FDP und CDU stellten sich hingegen einmütig hinter Laschet. Dieser hätte schließlich nur erklärt, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, betonte etwa Ibrahim Yetim (SPD): "Der Islam gehört zu NRW." Er erklärte aber auch: "Der Ditib-Verband ist nicht der Islam."

Der Moscheeverband Ditib war zuletzt in die Kritik geraten, weil in einer Moschee in Herford Kinder als Soldaten verkleidet auftraten und Krieg spielten.

Die FDP forderte deshalb von der Ditib ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Und auch Laschet betonte, er habe in Aachen eine Gemeinde, keinen Verband besucht.

Stand: 17.05.2018, 13:06