Landesregierung will härtere Strafen bei Kindesmissbrauch

Zwei Menschen kämpfen miteinander. Man sieht nur ihre Schatten.

Landesregierung will härtere Strafen bei Kindesmissbrauch

  • Keine Bewährungsstrafen bei sexuellem Missbrauch mehr
  • Strafen sollen nicht mehr gelöscht werden
  • Verurteilte sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will härtere Strafen für den Missbrauch von Kindern durchsetzen. Ein entsprechender Gesetzentwurf sei fertig, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) am Dienstag (04.02.2020). Er werde ihn jetzt dem dem NRW-Justizminister zuleiten, sagte Stamp, der als Minister auch für Kinder und Familien zuständig ist.

Keine Bewährung mehr

Nach dem Entwurf aus NRW sollen Bewährungsstrafen bei Kindesmissbrauch abgeschafft werden. Die Mindeststrafe wird demnach von zwei auf drei Jahre erhöht. Schon die bloße Verabredung zum Missbrauch soll künftig unter Strafe stehen, so Stamp.

Verurteilungen wegen Missbrauchs sollen künftig nicht mehr aus dem erweiterten polizeilichen Führungszeugnis gelöscht werden. "Einschlägig verurteilte Täter sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten", sagte Stamp.

Da es sich bei den Gesetzesänderungen um Bundesgesetze handelt, will Nordrhein-Westfalen seinen Entwurf über den Bundesrat in den Bundestag einbringen.

Stand: 04.02.2020, 12:44