Gebauer will langfristig Pfingstferien für NRW

Pfingstferien

Gebauer will langfristig Pfingstferien für NRW

  • Ferien sind Thema in der Kultusministerkonferenz
  • Schulferien bereits bis 2023/24 terminiert
  • Kurzfristig keine Änderung in Sicht

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) möchte in der Kultusministerkonferenz (KMK) für längere Pfingstferien in Nordrhein-Westfalen werben. Eltern und Lehrergewerkschaft hatten sich im vergangenen Jahr für eine Woche Pfingstferien anstelle des üblicherweise verlängerten Wochenendes ausgesprochen. Gebauer hatte dies begrüßt. Das Thema gehöre zu einem Kanon grundsätzlicher Ferienregelungen, die zwischen den Ländern besprochen werden müssten, sagte Gebauer jetzt.

Schulministerin Yvonne Gebauer will längere Pfingstferien für NRW

WDR 2 30.07.2018 02:36 Min. WDR 2

Download

2018 erstmals eine Woche Pfingstferien seit 1966

Im vergangenen Jahr hatten die Schüler in NRW erstmals seit 1966 eine ganze Woche Pfingstferien, weil die Feiertage im Schuljahr 2017/18 so günstig lagen, dass noch Ferientage zur Verfügung standen. Üblicherweise haben die Schulkinder in NRW nur den Dienstag nach Pfingsten frei.

"Die Pfingstferien im letzten Jahr wurden in NRW vielerorts begrüßt", bilanzierte der Landesvorsitzende des Lehrerverbands Bildung und Erziehung, Stefan Behlau. Wenn es die Ferienwoche regelmäßig geben solle, müsste aber das ganze Feriensystem auf den Prüfstand, stellte er fest. Auch Gebauer räumte ein: "Aufgrund der langfristigen Festlegung der Ferienpläne wird es keine schnelle Entscheidung geben können."

Elternschaft warnt vor Zeitdruck durch zusätzliche Ferientage

Bis zum Schuljahr 2023/24 stehen die bundesweiten Ferientermine fest. Die KMK terminiert zunächst die Sommerferien, bevor die kleinen Ferien angepasst werden, wie das Ministerium erläuterte. Der größte Elternverband in NRW, die Landeselternschaft der Gymnasien, ist für eine generelle Verlängerung der Pfingstferien offen.

"Das darf aber nicht zu Lasten der Abiturienten und der Lehrer gehen", warnte die Landesvorsitzende Jutta Löchner. Schließlich lägen die Abiturprüfungen genau zwischen den Oster- und den Sommerferien. Wenn mit dem neunjährigen gymnasialen Bildungsgang nun auch noch die zentralen Prüfungen am Ende der 10. Klasse hinzukämen, würde der Zeitdruck durch zusätzliche Ferientage noch größer, sagte Löchner. Dies müsse bei der Ferientaktung der Bundesländer im Blick behalten werden.

Mittelfristig ist die Sorge über nachteilige Folgen zu langer Pfingstferien für NRW allerdings unbegründet: In den kommenden Jahren bleibt es wie auch in diesem Jahr bei dem einen freien Dienstag.

Stand: 10.06.2019, 14:36