1.000 neue Studienplätze für mehr Lehrkräfte in NRW

PK im Landtag: Lambert Koch, Isabel Pfeiffer-Poensgen, Marcus Baumann

1.000 neue Studienplätze für mehr Lehrkräfte in NRW

  • Offensive für mehr Lehrkräfte in NRW
  • Zusätzliche Studienplätze für Grundschullehrer und Sonderpädagogen
  • Neue Ausbilder für Erzieher und Pflegekräfte

Um dem akuten Personalmangel an Grundschulen, Förderschulen, in Kitas und in der Pflege zu begegnen, schaffen Land und Hochschulen in NRW rund 1.000 neue Studienplätze. Das Vorhaben wurde vom Landeskabinett abgesegnet und am Mittwoch (13.11.2019) in Düsseldorf vorgestellt.

Neue Studienplätze werden an den Universitäten im Bereich Grundschullehramt, Sonderpädagogik und Sozialpädagogik geschaffen. An den Fachhochschulen wird im Bereich der Pflegepädagogik aufgestockt.

Grundschulen und Förderschulen

Ab dem Wintersemester 2020 gibt es für das Grundschullehramt 300 neue Studienplätze, erklärte Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos). Zusammen mit den 400 Plätzen, die bereits in 2018 geschaffen wurden, gebe es nun eine zusätzliche Studienplatz-Kapazität von 38 Prozent. An Grundschulen in NRW ist der Lehrkräftemangel besonders gravierend. Hier fehlen gegenwärtig mehrere tausend Lehrerinnen und Lehrer.

Für Studierende der Sonderpädagogik, die dringend an Förderschulen oder Inklusionsschulen benötigt werden, schaffen die Unis 500 neue Plätze. Da auch hier 2018 bereits 250 neue Plätze bereit gestellt worden waren, gebe es ein Plus von insgesamt 65 Prozent, sagte Pfeiffer-Poensgen.

Fachkräfte für Kitas und für die Pflege

Zusätzliche Sozialpädagogen, die als Lehrpersonal an Fachschulen für Erzieherinnen und Erzieher benötigt werden, werden auf 80 neuen Studienplätzen ausgebildet. Da Sozialpädagogik bisher nur an der TU Dortmund gelehrt wird, soll es bald mit Wuppertal eine zweite Uni geben, die diesen Studiengang anbietet.

Für angehende Pflegepädagogen, die später als Lehrkräfte an Pflegefachschulen arbeiten sollen und somit eine wichtige Multiplikatorenfunktion haben, werden 110 neue Studienplätze an mehreren Fachhochschulen bereit gestellt.

Dauerhafte Aufstockung

Bei den neuen Studienplätzen handelt es sich nach den Worten der Ministerin um eine dauerhafte Aufstockung. Bis 2025 werden vom Land und den Hochschulen dafür 115 Millionen Euro bereit gestellt. Danach will das Land die jährlichen Mehrkosten von 32 Millionen übernehmen.

Bildungsministerin Gebauer: "Wir stehen vor großen Herausforderungen"

WDR 2 12.11.2019 03:42 Min. Verfügbar bis 11.11.2020 WDR Online

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Stand: 13.11.2019, 11:35