Morddrohungen gegen Politiker in NRW

Morddrohungen gegen Politiker in NRW

  • Seit 2017 gab es 19 Morddrohungen gegen NRW-Politiker
  • Angaben stammen vom NRW-Innenministerium
  • Dunkelziffer wohl höher

Seit 2017 hat es gegen NRW-Politiker nach Auskunft des Innenministeriums 19 Morddrohungen gegeben. 2017 seien es sechs Delikte gewesen, 2018 zählte man sieben Delikte und für 2019 wurden bislang sechs Drohungen erfasst. Es ist eine vorläufige Bilanz, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, betont das NRW-Innenministerium.

Zudem ist davon auszugehen, dass nicht alle in sozialen Netzwerken geäußerten Drohungen auch zur Anzeige gebracht worden sind. Die Dunkelziffer dürfte wohl höher sein.

Die Morddrohungen gegen den Spitzenkandidaten der CDU in Thüringen, Mike Mohring, hatten deutschlandweit für Entsetzen gesorgt.

Straftaten gegen Bürgermeister und Ratsmitglieder

Bereits im September hatte das NRW-Innenministerium auf Anfrage der SPD Zahlen zu Straftaten gegen kommunale Amts- und Mandatsträger genannt. Demnach wurden von Anfang 2016 bis Anfang August 2019 insgesamt 125 Delikte erfasst. 66 davon aus dem rechten, 27 aus dem linken Spektrum.

Gewalt gegen Politiker – Andreas Hollstein

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 04.07.2019 27:04 Min. Verfügbar bis 03.07.2020 WDR 5

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Stand: 24.10.2019, 11:07

Kommentare zum Thema

7 Kommentare

  • 7 Heinzb aus nrw 24.10.2019, 20:06 Uhr

    heute, 20:00 Uhr Gleicher als gleich , als mir , einem Bundesbeamten , ein Kurde , beschäftigt bei einem Subunternehmen ) in Mülheim an der Ruhr während des Dienstes massiv mit dem Tod drohte wegen meinem Glauben ( malen von Davidsterne ) , das störte nicht wirklich die Behörden und den Dienstherr oder Amts- und Landgericht . Sie wurden erst aktiv , als ich zum Eigenschutz griff. Nun auf eimal die Aufschreie in den Medien und den Behörden oder sind Politiker wertvoller als Beamten und einfache Bürger ? Morddrohungen , egal , von wem und gegen wen , das geht nicht . Aber dann warum nun Lichterketten und Aufschreie in den Medien . Oder sind nicht Täter gleich Täter ?

  • 6 Heinzb aus nrw 24.10.2019, 20:00 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 5 Rudi 24.10.2019, 18:17 Uhr

    Man muss stärker differenzieren. Es gibt echten Terror wie von NSU oder RAF und es gibt die durchgeknallten Einzeltäter wie in Halle. Es gibt Leute die kurz ausrasten und Leute die sich einfach nur im Ton vergreifen. Das kann man nicht alles zusammenschmeißen. Eine „Morddrohung“ habe ich auch schon erhalten; ich war mitverantwortlich für eine Kündigung im Privatunternehmen. Das lief aber unter „Ton vergreifen“, ich lebe noch. Beim Angriff auf den Bürgermeister von Altena lief das unter „kurz ausrasten“. Das Gericht konnte keine Tötungsabsicht erkennen, der Täter bekam eine Bewährungsstrafe wegen der „oberflächlichen Schnittwunde“ (laut Fokus). Das war in Altena aber auch eine ungünstige Kombination. Der Täter hatte als älterer Bauarbeiter keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt. Da er die Wasserrechnung nicht bezahlen konnte drehte ihm der Bürgermeister das Wasser ab. Die zusätzlichen Migranten sollten aber beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Dann kam es zur zufälligen Begegnung.

  • 4 Achim 24.10.2019, 17:16 Uhr

    Das ist ja wohl vollkommen asi. Andere Menschen zu bedrohen spiegelt einen Teil unserer armseligen Gesellschaft dar. Leider ist nur ein Teil davon bereit, im eigenem Namen Kritik zu äußeren. Man versteckt sich gerne hinter radikalen Bewegungen, ohne z.B. seinen Namen zu äußern. Ich hoffe der Verfassungsschutz und andere staatliche Organe registriert das und tun mal etwas dagegen. Der größte Teil davon ist eh heiße Luft, aber es bleiben ein paar Prozent übrig, die wirklich bereit sind Menschen zu verletzen oder sogar zu töten. Ich hoffe dieser Rechtsstaat wacht mal endlich auf und konzentriert sich nicht nur auf die kleinen Delikte. Sondern schütz auch mal die normalen Bürger. Wenn es den nächsten Toten gibt ist das Geschrei groß "Hätte wäre wenn (Fahradkette)"

  • 3 linux 24.10.2019, 15:55 Uhr

    Man kann ja verstehen das der ein oder andere einen dicken Hals hat was die Politiker angeht aber soweit sollte es dann doch wohl nicht kommen, sind doch auch nur alle ehrliche Menschen.https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/mechernich-bleibelastung-boeden-gutachten-100.html

  • 2 otto 24.10.2019, 15:27 Uhr

    Tja, ich vermisse hier auch die Kommenntare, besonders aus einem bestimmten Lager. Wenn über Vergehn von Ausländern, Flüchtlingen oder ums Klima besorgte Jugendliche geht, liest man hier sehr viel Hass und beleidigungen. Jetzt, wo es um vornehmlich rechtsesxtremistische Straftaten geht, betretenes Schweigen. Ich kann jeden Kommunalpolitker nur ermutigen, jeden Vorfall öffentlich zu machen und anzuzeigen. Der Rechtsterrorismus muss entschlossen bekämpft werden.

    Antworten (1)
    • Frank 24.10.2019, 18:05 Uhr

      Ja, genau. Die zivilisatorische Schale des Menschen ist sehr dünn. Nicht zu vergessen ist auch, dass die Faschisten (Ja man muss sie beim Namen nennen!) großzügige finanzielle Unterstützung von extrem Reichen genießen.

  • 1 Olaf Walter 24.10.2019, 14:41 Uhr

    Ja herrlich, hierzu darf man kommentieren —wieso wird das nicht angezeigt (ich habe die Meldung einfach aufgerufen)? Also, ich sag dazu nicht wirklich was, wird dann sowieso gesperrt, ausser: Schlimm; ich kann nur Jedem nahelegen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes zu verteidigen. Olaf Walter (58), Tuttlingen (BW)