Landesregierung deutet Millionen für den Sport an

Nadja Kampschulte (TV Wattenscheid) 2012 im Lohrheidestadion

Landesregierung deutet Millionen für den Sport an

Von Christoph Ullrich

  • Zuständige Staatssekretärin kündigt Sanierungsprogramm an
  • Sanierungsstau beläuft sich offenbar auf zwei Milliarden Euro
  • Summe der Landesförderung noch nicht bekannt
  • Geld soll für Sportstätten und Eis- und Schwimmhallen fließen

Die Landesregierung wird ein Programm für marode Sportanlagen auf den Weg bringen. Das kündigte die zuständige Staatssekretärin Andrea Milz (CDU) im WDR-Interview an. Es werde sich um eine "namhafte Summe" handeln, die bald bekannt gegeben werde. Dabei gehe es um alle Sportstätten, also auch um Schwimm- und Eishallen. Wie hoch die Fördersumme genau ausfallen werde, sagte Milz nicht.

Sanierungsstau von zwei Milliarden Euro

Gemeinsam mit Kommunen und der NRW.Bank arbeite man derzeit an dem Programm. "Mit maroden Hallen könne man nicht für den Sport werben", erklärte Milz. Nach Angaben der Landesregierung beträgt der derzeitige Sanierungsstau bei den Sportstätten zwei Milliarden Euro. Im Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP war von einer finanziellen Unterstützung des Landes für die Anlagen noch nicht die Rede.

Mehr Geld für Sportstätten in NRW

WDR 5 Westblick - aktuell 27.08.2018 10:28 Min. WDR 5

Download

Stadion in Wattenscheid soll aufgerüstet werden

Außerdem bestätigte die CDU-Politikerin Gespräche mit der Stadt Bochum über einen Ausbau des Leichtathletik-Stadions im Stadtteil Wattenscheid. Das solle zumindest soweit hergerichtet werden, damit dort eine Deutsche Meisterschaft durchgeführt werden kann. Aktuell gibt es eine Initiative für mögliche Olympische Spiele 2032 Rhein-Ruhr. Die Pläne werden von der Landesregierung unterstützt, allerdings fehlt noch ein olympisches Leichtathletikstadion.

Stand: 27.08.2018, 14:45