NRW-Aussteigerprogramm: 30 Linksextremisten suchten Hilfe

Demonstranten und Polizisten bei Auseinandersetzungen

NRW-Aussteigerprogramm: 30 Linksextremisten suchten Hilfe

  • NRW-Aussteigerprogramm für Linksextremisten
  • 21 Ausstiegswillige derzeit bei "Left"
  • 2.500 Anhänger der Szene zugerechnet

Das neue nordrhein-westfälische Programm gegen Linksextremismus ("Left") hat sich bislang mit rund 30 Ausstiegswilligen befasst. Gut ein Jahr nach der Vorstellung des Angebots bekräftigte Innenminister Herbert Reul (CDU) die Notwendigkeit eines solchen Angebots, wie die dpa am Sonntag (24.11.2019) berichtet.

"Das ist unglaublich wichtig, denn die linksextremistische Szene in Nordrhein-Westfalen zeigt sich zunehmend gewaltbereit", sagte Reul. "Jeder, den wir aus dieser Szene herausholen, ist ein Gewinn für die Sicherheit und die Gesellschaft."

Ausstieg dauert Jahre

Derzeit seien 21 Menschen aktiv im Programm, so Reul weiter. Konkrete Ergebnisse über den Erfolg von "Left" gibt es aber noch nicht. Die Experten rechnen damit, dass der Ausstiegsprozess drei bis fünf Jahre dauert.

Das Programm ist laut Reul das erste seiner Art in Deutschland. Es wendet sich nicht nur an ausstiegswillige Antifa-Mitglieder oder Autonome, sondern auch an Mitglieder der PKK.

2.500 Anhänger zur Szene gezählt

Der Jahresbericht des NRW-Verfassungsschutzes wies im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg der Straftaten von Linksextremisten um 20 auf 1394 im Vergleich zu 2017 auf. Dabei stieg die Zahl der Gewaltdelikte allerdings drastisch von 191 auf 447.

Vor allem bei den Auseinandersetzungen um den Hambacher Forst kam es dem Bericht zufolge zu Übergriffen auf Polizeibeamte. Insgesamt werden der Szene in NRW etwa 2.500 Anhänger zugerechnet.

Antiterrorgesetz verabschiedet (am 13.04.1978)

WDR ZeitZeichen 13.04.2018 14:49 Min. Verfügbar bis 10.04.2028 WDR 5

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Stand: 24.11.2019, 08:58