Parteiausschluss von Sahra Wagenknecht beantragt

Sahra Wagenknecht spricht bei einer Online-Versammlung der Linken.

Parteiausschluss von Sahra Wagenknecht beantragt

Sie ist umstritten in ihrer Partei. Und nun sieht sich Sahra Wagenknecht mit Anträgen auf Parteiausschluss konfrontiert. Dabei ist sie die Spitzenkandidatin der NRW-Linken für die Bundestagswahl.

Mehrere Mitglieder haben beim NRW-Landesverband den Ausschluss von Sahra Wagenknecht beantragt, wie die Partei Die Linke dem WDR am Donnerstag bestätigte. Zuvor hatte der Spiegel berichtet. Die zuständige Schiedskommission werde sich mit dem Fall befassen und zunächst entscheiden, ob überhaupt ein Verfahren eröffnet werde, sagte Parteisprecherin Daniela Lajios.

Umstrittenes Buch: "Die Selbstgerechten"

Begründet wird der Antrag laut "Spiegel" damit, dass Wagenknecht der Partei "schweren Schaden" zugefügt habe. Der mehrseitige Antrag beschäftige sich vor allem mit Wagenknechts neuem Buch "Die Selbstgerechten", hieß es vonseiten der Partei. Wegen des Buchs steht Wagenknecht bei der Linken seit Wochen in der Kritik. Gegner sehen es als Abrechnung Wagenknechts mit ihrer eigenen Partei.

Wagenknecht polarisiert

Es ist nicht das erste Mal, dass Sahra Wagenknecht innerparteilich unter Beschuss steht. Ihre Positionen zur Flüchtlingspolitik wurden von ihren Kritikerinnen und Kritikern beispielsweise als AFD-nah interpretiert.

Auch ihre Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl war von Gegenwind begleitet. Auf dem Online-Parteitag musste sich Wagenknecht gegen zwei Gegenkandidatinnen durchsetzen und wurde mit lediglich 62 Prozent der Stimmen auf Platz eins der Landesliste gewählt.

Linke Galionsfigur: Passen Partei und Kandidatin noch zusammen? Westpol: Eins zu eins 29.04.2021 28:58 Min. Verfügbar bis 29.04.2022 WDR

Stand: 10.06.2021, 17:57

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