SPD fordert gleiches Gehalt für alle Lehrer

Kinder im Unterricht

SPD fordert gleiches Gehalt für alle Lehrer

Von Rainer Striewski

  • SPD bringt Gesetzentwurf zur Lehrerbesoldung ein
  • Ziel: gleiche Bezahlung für gleich ausgebildete Lehrer
  • Auch Landesregierung strebt bessere Bezahlung an

Die SPD erhöht beim Thema Lehrerbesoldung den Druck auf die Landesregierung. Für die kommende Plenarwoche hat die SPD-Fraktion einen Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht, der die gleiche Besoldung für alle beamteten Lehrer vorsieht - unabhängig von der Schulform.

Ähnlicher Antrag bereits im Landtag gescheitert

Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Ott: "Haben früheren Entwurf überarbeitet"

Im Frühjahr war die Fraktion noch mit einem ähnlichen Antrag gescheitert. Jetzt versucht sie es mit einem überarbeiteten Entwurf noch einmal. "Wir haben die Sommerpause genutzt, uns mit Experten beraten und den Entwurf überarbeitet", sagt Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, am Donnerstag (04.10.2018).

Lehrerausbildung 2009 angeglichen

Grundsätzlich ist die gleiche Bezahlung nicht unstrittig. Auch Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat eine mögliche Angleichung bereits angekündigt, aber noch nicht auf den Weg gebracht.

Seit 2009 ist die Ausbildung für angehende Lehrer aller Schulformen gleich lang. Grundschullehrer werden aber noch nach A12 bezahlt, Lehrer der Sekundarstufe II nach A13. Sie erhalten damit ca. 500 Euro brutto mehr im Monat.

Immer weniger Grundschullehrer

"Die ausstehende Reform der Besoldung hat zu einer Unwucht bei der Berufswahl der angehenden Lehrer geführt", kritisiert Ott. Denn die Mehrzahl strebe derzeit eine Anstellung in der höher besoldeten Schulform an.

Laut SPD-Fraktion wären in NRW rund 50.000 Lehrer von einer Höhergruppierung betroffen. Die Mehrausgaben werden im Gesetzentwurf mit 436 Millionen Euro jährlich angegeben.

Stand: 04.10.2018, 16:07