Spahn-Kandidatur: Laschet warnt CDU vor Rechtsruck

Spahn-Kandidatur: Laschet warnt CDU vor Rechtsruck

  • Laschet wirbt für "Kurs der Mitte"
  • Kritik an Spahn-Äußerungen
  • Migration nicht das größte Problem

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat seine Partei vor einem Rechtsruck unter einer neuen Führung gewarnt. "Ich bin überzeugt, dass eine solche Achsenverschiebung falsch wäre", zitiert ihn die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagsausgabe, 02.11.2018).

Appell an die CDU

Laschet appellierte an die Christdemokraten, den "Kurs der Mitte" nicht zu verlassen. Gleichzeitig distanzierte er sich von einer Fokussierung auf die Flüchtlingspolitik, wie sie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der für den CDU-Vorsitz kandidiert, gerade in einem Beitrag für die FAZ verlangt hatte.

Ohne Spahn beim Namen zu nennen, sagte Laschet: "Ich halte es jedenfalls für einen Fehler, auch aktuell wieder den Eindruck zu erwecken, die Migration sei das größte aller Probleme. Diese Analyse ist sachlich und politisch falsch und schadet."

Spahn: "Ungeordnete" Zuwanderung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn während einer Pressekonferenz

Jens Spahn

Spahn hatte in dem Beitrag von Donnerstag (01.11.2018) geschrieben, dass es nach wie vor "eine jährliche ungeordnete überwiegend männliche Zuwanderung in einer Größenordnung von Städten wie Kassel oder Rostock" gebe, was es zu begrenzen gelte. Er erklärte: "Entgegen manchen Beschwichtigungen ist noch nicht alles wieder im Lot."

Stand: 02.11.2018, 08:10