Laschet verteidigt Festhalten an der Braunkohle

Laschet verteidigt Festhalten an der Braunkohle

  • Laschet: Klimaziele bis 2020 nicht erreichbar
  • Braunkohle während des Atomausstiegs wichtig für Industrie
  • Energiewende "ohne Bruch"

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Aufweichung der Klimaziele durch eine mögliche Große Koalition im Bund verteidigt: "Wir werden ins Zeitalter der erneuerbaren Energien gehen", betonte Laschet am Samstagabend (13.01.2018) im WDR-Fernsehen.

"Die Pariser Klimaziele sind festgeschrieben bis 2030: 40 Prozent weniger CO2. Da werden wir jetzt konsequent drauf hinarbeiten." Das Versprechen aber, Deutschland schaffe dies bereits 2020, sei realistisch nicht erreichbar.

Einen schnelleren Ausstieg aus der Braunkohle strebt die Groko nicht an - obwohl die Braunkohle im rheinischen Revier für zehn Prozent der bundesweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist.

NRW brauche für die Chemie-, Stahl-, Aluminium-, Papier- und Glas-Industrie zu jeder Zeit bezahlbaren Strom, so Laschet. Weil für diese Stromversorgung die Braunkohle wichtig sei, hingen an der Braunkohle noch viel mehr Arbeitsplätze als jene, die unmittelbar mit dem Abbau zusammenhingen.

Energiemix für Übergangszeit

Man werde die Energiegewinnung aus Braunkohle reduzieren und erneuerbare voranbringen, so Laschet. "Aber nicht mit einem Bruch."

Man brauche einen Energiemix für die Übergangszeit, in der Deutschland aus der Atomkraft aussteige. Das endgültige Aus für die Braunkohle komme 2045, ein Jahr, das die rot-grüne Vorgängerregierung festgelegt habe. "Wenn wir uns anstrengen, können wir schneller sein."

Stand: 14.01.2018, 11:33