Neujahrsansprache: Laschet hofft auf ein starkes Europa

Neujahrsansprache 2019 von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet WDR 01.01.2019 05:47 Min. UT DGS Verfügbar bis 01.01.2020 WDR

Neujahrsansprache: Laschet hofft auf ein starkes Europa

  • Ministerpräsident Laschet hält Neujahrsansprache
  • Sorge um Europa
  • Montanunion für Künstliche Intelligenz

"Ein starkes, ein besseres Europa": Das wünscht Armin Laschet sich und den Nordrhein-Westfalen für das Neue Jahr. Genau das sieht der Ministerpräsident aber in Gefahr - nationale Egoismen, Europafeinde und Radikale würden immer stärker, warnt er.

Der Brexit ist für Laschet da ein besonders abschreckendes Beispiel. Die pro-europäischen Kräfte auf der Insel seien zu spät wach geworden, beklagt er und erinnert an das alte Sprichwort: "Vieles lernt man erst zu schätzen, wenn man es nicht mehr hat."

Die EU ist für NRW besonders wichtig

EU-Flaggen vor dem Europäischen Parlament in Brüssel

Die EU ist mehr als Brüssel

Laschet will dagegen halten, mit "Demokraten, die Europa handlungsfähiger machen". Da ist die Europawahl am 26. Mai ein wichtiges Datum. Die Nordrhein-Westfalen sollten die Abstimmung zu einem Referendum für Europa machen, denn: "Gerade wir würden die Europäische Union schmerzlich vermissen."

Europa als Heimat der Stabilität

Europa sei nicht nur Garant für Frieden, Sicherheit und Wohlstand, so Laschet weiter. "Europa ist gerade in unserer aus den Fugen geratenen Welt unsere Heimat der Stabilität."

Er erinnerte an die Vorteile, die die EU den Nordrhein-Westfalen biete: Sie könnten arbeiten, lernen und leben, wo sie wollten, die Firmen profitierten vom gemeinsamen Markt ohne Zölle, auch Kriminalität und Terrorismus ließe sich über Grenzen hinweg besser bekämpfen: "Gemeinsam können wir mehr."

Montanunion für Künstliche Intelligenz

Laschet spannt in seiner Ansprache auch den Bogen in die Zukunft. Bei der Digitalisierung sei NRW auf dem Weg an die Spitze der deutschen Länder, an der RWTH Aachen würden elektromobile Pkw entwickelt "mit tausenden neuen Industriearbeitsplätzen". Bei der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz sieht er aber noch Nachholbedarf. Hier brauche es eine Bündelung der besten Aktivitäten in Europa, NRW könne dabei Motor sein: "So wie hier bei uns an Rhein und Ruhr vor 70 Jahren die europäische Montanunion von Kohle und Stahl geboren wurde, so brauchen wir jetzt eine Montanunion für die Künstliche Intelligenz."

Das Jahreszeugnis für die Landesregierung

WDR RheinBlick 21.12.2018 26:37 Min. Verfügbar bis 21.12.2019 WDR Online

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Stand: 01.01.2019, 12:00

Kommentare zum Thema

1 Kommentar

  • 1 linux 03.01.2019, 11:25 Uhr

    "die Firmen profitierten vom gemeinsamen Markt ohne Zölle," Ja um Profit geht es, selbst wenn es Zölle geben würde, würden diese doch schön an den Verbraucher durchgereicht. "auch Kriminalität und Terrorismus ließe sich über Grenzen hinweg besser bekämpfen" Ja hört man ja fast Täglich, scheint nur nicht so ganz richtig zu Klappen und zur "Volksberuhigung" ist es etwas wenig und wenn man dann mal sieht, wenn z.B. der Grenzschutz in Aachen aktiv wird, was da so alles raus gefischt wird ist schon Toll die Grenzenlose EU.