Laschet heizt Debatte um Merkels Ende an

Armin Laschet auf dem Podium beim VDZ

Laschet heizt Debatte um Merkels Ende an

  • Armin Laschet äußert sich zur Europapolitik der Bundesregierung
  • Im WDR-Interview vermied er ein Bekenntnis zu Merkel
  • Laschet rechnet aber nicht mit vorzeitigen Neuwahlen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geht nicht von vorzeitigen Bundestagswahlen aus. Am Rande eines Termins zum Aachener Karlspreis erklärte Laschet im Gespräch mit dem WDR, er rechne damit, dass die Wahlperiode bis 2021 dauern werde.

Kein Bekenntnis zu Merkels Zukunft

Allerdings ließ der NRW-Regierungschef offen, wer bis dahin Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin ist. Gefragt, ob die Vorschläge zu einer verbesserten Wahrnehmung des Karlspreises bis zum Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 im Bundeskanzleramt ankommen, antwortete Laschet: "Wir werden dem, der dann Bundeskanzler ist, erzählen, was wir hier Schönes in NRW machen".

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Damit vermied er eine klare Aussage zur Zukunft Angela Merkels als Kanzlerin. Diese will bis 2021 Kanzlerin bleiben. Allerdings könnte es im Winter zu einem Bruch der Großen Koalition von Union und SPD kommen. Sollte sich beim Mitgliederentscheid um den SPD-Vorsitz das Duo Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken durchsetzen, droht der aktuellen Bundesregierung das Aus. Im WDR sagte Walter-Borjans zuletzt, dass für ihn die Koalition keine Zukunft mehr habe.

Laschet gilt als potentieller Kanzlerkandidat

Auch innerhalb der CDU gibt es Debatten um die Bundesregierung und vor allem um die Nachfolge Angela Merkels. Neben Jens Spahn, Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz gilt auch Armin Laschet als ein potentieller Kanzlerkandidat der Unions-Parteien.

Der wahrscheinliche SPD-Chef: Norbert Walter-Borjans im Gespräch

WDR RheinBlick 01.11.2019 38:24 Min. Verfügbar bis 01.11.2020 WDR Online

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Stand: 05.11.2019, 14:46