Diesel-Fahrverbote: Umwelthilfe droht Ministerpräsident Laschet

Autos stehen in Stuttgart im Stau

Diesel-Fahrverbote: Umwelthilfe droht Ministerpräsident Laschet

  • Umwelthife drängt auf Diesel-Fahrverbote
  • Organisation wirft Laschet Rechtsbruch vor
  • Ministerpräsident hatte sich klar positioniert

Im Streit um Diesel-Fahrverbote in Düsseldorf hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) mit dem erneuten Gang vor Gericht gedroht. Laschet müsse seine Ankündigung zurücknehmen, der Bezirksregierung Düsseldorf die Verhängung von Fahrverboten zu untersagen, sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch am Samstag (10.03.2018).

Zwangsvollstreckung angekündigt

Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe

Jürgen Resch

Wenn der Ministerpräsident dies nicht tue, werde die Umwelthilfe die Zwangsvollstreckung des Urteils des Verwaltungsgerichts Düsseldorf zur Luftreinhaltung beantragen. Laschet habe offen mit einem Rechtsbruch gedroht, warf Resch dem Regierungschef vor. Laschet hatte am Freitag erklärt, er halte Dieselfahrverbote in NRW für unverhältnismäßig und rechtswidrig.

Ministerpräsident ist weisungsbefugt

Falls die Bezirksregierung Fahrverbote verhängen sollte, "gäbe es die rechtliche Möglichkeit, das zu untersagen", sagte Laschet. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hatte die Bezirksregierung in seinem vom Bundesverwaltungsgericht weitgehend bestätigten Urteil verpflichtet, "schnellstmöglich" für die Einhaltung der Stickstoffdioxid-Grenzwerte zu sorgen.

Dafür sei auch die Anordnung von Fahrverboten für bestimmte Dieselfahrzeuge erlaubt.

Stand: 10.03.2018, 13:36