Laschet stellt dem Sport Zuschauer in Aussicht

Armin Laschet spricht mit erhobener Hand

Laschet stellt dem Sport Zuschauer in Aussicht

Von Nina Magoley

In allen Schulen in NRW werden die Lüftungskonzepte geprüft. Martinszüge können stattfinden. Und Regionalfußball soll bald vor Zuschauern gespielt werden. MP Laschet vor der Presse.

"Selbst, wenn wir je wieder etwas schließen müssen, dürfen wir nie wieder bei den Schulen und Kitas beginnen": An diesem Punkt war sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) absolut sicher, als er am Freitag in Düsseldorf einen aktuellen Lagebericht zur Coronapandemie ablieferte.

Schulen: Analyse der Lüftungskonzepte

Ein Lehrer steht an der Tafel und trägt einen Mund-Nasen-Schutz

Lüften statt Masken im Unterricht

Die meisten Schulleitungen im Land sind sich in diesem Punkt wohl mit dem Ministerpräsidenten einig. Große Uneinigkeit dagegen besteht bezüglich der Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht. Viele Schulen behalten diese Vorsichtsmaßnahme vorerst bei. Schulen und Schüler berichten immer wieder, dass sich Fenster nicht öffnen ließen, das vorgeschriebene Lüften also gar nicht möglich sei.

Um einen Überblick zu bekommen, seien Schul- und Bauministerin nun gemeinsam dabei, "jede einzelne Schule" in NRW auf ihre bauliche Situation hin zu untersuchen, erklärte Laschet. Man wolle "genau identifizieren", wo es Probleme beim Lüften gebe. Das Ergebnis der Abfrage erwarte er "zeitnah".

Man gehe davon aus, das nur etwa ein Prozent aller Schulen in NRW entsprechende "bauliche Mängel" hätten. Wenn die Größenordnung tatsächlich so sei, werde man dann ein Programm auflegen, mit dem man "sehr schnell den Schulen helfen" könne, so Laschet.

Fußball: Regionalligen bald wieder mit Zuschauern

Rot-Weiss Essen

Mit Zuschauern: Hoffnung auch für Rot-Weiß-Essen

Bei der Frage, wann es in NRW wieder Fußball-Bundesligaspiele mit Zuschauern geben könne, verwies Laschet auf die Abmachung mit dem Bund: danach werden bis 31. Oktober die Chefs der Staatskanzleien eine gemeinsame Lösung dafür erarbeiten. Bis dahin müsse man sich gedulden, sagte er; und in Anspielung auf den RB Leipzig, der sich 8.000 Zuschauer genehmigen ließ: "Wir wollen da keine Sonderrolle." Um dann kryptisch hinzuzufügen: "Man kann eine Lösung auch schneller finden."

Definitiv schneller soll eine Entscheidung über Zuschauer bei Spielen der Amateur- und Regionalligen her, versprach Laschet. Hier seien die Vereine dringend abhängig von den Eintrittsgeldern. "Wir arbeiten daran mit den Sportverbänden." Das gelte auch für andere Sportarten wie Handball und Eishockey.

Sankt-Martins-Züge: "Keine Verbotsregelung"

Kinder mit Laternen

"Spricht nichts dagegen": Martins-Umzüge

Großveranstaltungen mit mehr als 8.000 Teilnehmern seien derzeit nicht denkbar, wiederholte Laschet dann. Ob Karneval oder Weihnachtsgottesdienste stattfinden können, sei noch offen. Sankt-Martins-Umzüge dagegen halte er für denkbar: Wenn die Kinder morgens dicht gedrängt zusammen in der Kita säßen, spräche nichts dagegen, wenn sie nachmittags - mit den erforderlichen Schutzmaßnahmen - gemeinsam in frischer Luft mit ihren Laternen marschieren. Es werde dazu "keine landesgesetzliche Verbotsregelung geben", stellte Laschet klar.

Laschets Hadern um Zuschauer, Rivalen und Corona

WDR 5 Westblick - aktuell 04.09.2020 06:20 Min. Verfügbar bis 04.09.2021 WDR 5

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Stand: 04.09.2020, 14:23

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