Erinnerungsfotos: Laschet widerspricht Vorwurf vom "Personenkult"

Erinnerungsfotos: Laschet widerspricht Vorwurf vom "Personenkult"

  • Ministerpräsident Armin Laschet reagiert auf Kritik an zwei Broschüren
  • SPD sprach von "Personenkult" wegen zu vieler Laschet-Fotos
  • Fotowünsche sollen der Grund gewesen sein

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat auf die Kritik an zwei Publikationen aus seiner Staatskanzlei reagiert. Die SPD hatte bemängelt, Laschet sei "überproportional häufig" auf Fotos zu sehen, und hatte nach den Kosten gefragt. Am Dienstag (23.04.2019) wurde nun die Antwort des Ministerpräsident auf die Anfrage publik.

Fotowünsche als Grund

Ministerpräsident Armin Laschet, Landtagspräsident  André Kuper und Oberbürgermeister Thomas Kufen sprechen die Fürbitten

Armin Laschet (Mitte) beim NRW-Tag in Essen

So habe die Broschüre vom NRW-Tag 2018 in Essen rund 4.800 Euro gekostet, heißt es in Laschets Schreiben, das dem WDR vorliegt und über das zunächst die "Bild"-Zeitung berichtet hatte. Demnach seien nicht auf sein Wirken hin so viele Bilder mit ihm gezeigt worden. Tatsächlich hätten so viele Mitwirkende um ein Foto gebeten.

Die SPD hatte Laschet "Personenkult auf Kosten der Steuerzahler" unterstellt, da er auf den 98 Seiten 50 Mal gezeigt werde. Zudem hatte die Oppositionsfraktion auch einen Bildband zum Besuch des Bundespräsidenten seziert. Dort entdeckte die Opposition auf 79 Fotos 49 Mal Laschet.

Auch Bildband von Steinmeier-Besuch in der Kritik

Die Begründung der Staatskanzlei: Beide Broschüren seien "für die vielen Engagierten und Besucher, die dem Bundespräsidenten und dem Ministerpräsidenten als Gastgeber der beiden Veranstaltungen begegnet sind, wichtige Publikationen der Erinnerung". Viele hätten "ausdrücklich gewünscht", mit Laschet fotografiert zu werden. Dem habe man mit den Dokumentationen Rechnung getragen. Das Heft zum Besuch des Bundespräsidenten habe rund 2.200 Euro gekostet.

Stand: 23.04.2019, 16:33