Der regionale Arbeitsmarkt

Der regionale Arbeitsmarkt

Die Arbeitsmarktzahlen der vergangenen Jahre werfen vor allem ein Schlaglicht auf die durchschnittliche Arbeitslosigkeit im Land. Regional gibt es da deutliche Unterschiede.

Exemplarisch zeigt sich das auch bei den aktuellen März-Zahlen. Zum Frühjahrsbeginn ist die Zahl der Arbeitslosen wie erwartet zurückgegangen. Mit landesweit 720.505 Personen waren im März 10.506 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat.


Im Ruhrgebiet waren beispielsweise insgesamt 253.451 Menschen arbeitslos, die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 10,7 Prozent. Fast schon traditionell ist die Arbeitslosenquote in Gelsenkirchen mit mehr als 14 Prozent landesweit am höchsten. Zum Vergleich: Im Münsterland liegt diese Quote bei nur 4,6 Prozent.

Unterbeschäftigung als weitere Kennzahl

Allerdings ist die Arbeitslosenquote nicht der einzige Indikator, um den Arbeitsmarkt zu beschreiben. Denn die Arbeitslosen, die in der Statistik aufgeführt werden, machen nur etwa drei Viertel aller Menschen aus, die ohne festen Job sind.

In der Arbeitslosenstatistik fehlen zum Beispiel diejenigen, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden. Das betrifft die Fort- und Weiterbildung genauso wie Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Wer einen Ein-Euro-Job hat oder einen Gründungszuschuss erhält, ist damit offiziell nicht arbeitslos - und gilt in der Statistik als "nahe am Arbeitslosenstatus".

Stand: 07.04.2017, 06:30