AfD sagt Mai-Kundgebung in Düsseldorf ab

Plakat der AfD NRW (m)

AfD sagt Mai-Kundgebung in Düsseldorf ab

Die Arbeitnehmervereinigung der AfD hat ihre geplante Kundgebung zum 1. Mai in Düsseldorf abgesagt. Als Grund führt die Partei die Proteste rund um den Bundesparteitag in Köln an.

Am letzten Wochenende (22./23.04.2016) hatten mehr als 10.000 Menschen in Köln überwiegend friedlich gegen den Bundesparteitag der AfD in der Innenstadt demonstriert. Bei den Blockadeaktionen war es zu kleineren Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen, zwei Polizisten wurden dabei verletzt. Die Wiederholung eines solchen Szenarios wolle die AfD nicht riskieren, teilte sie am Dienstag (25.04.2017) mit.

Unter dem Motto "Schulz und Kraft: Schluss mit lustig!" wollte der "Arbeitnehmerflügel" der Partei, die Alternative Vereinigung der Arbeitnehmer e.V. (AVA), auf dem Düsseldorfer Graf-Adolf-Platz gegen die SPD-Politik in Bund und Land demonstrieren.

Sorge um zu wenig Teilnehmer?

"Solange für unser Anliegen, so wichtig es auch sein mag, Polizisten verletzt werden oder zumindest ihre knapp bemessene Freizeit durch weitere Überstunden verlieren, können wir guten Gewissens keine Großdemo durchführen", erklärte Andreas Keith, Geschäftsführer der NRW-AfD.

Die Partei hatte nach eigenen Angaben über 1.000 Teilnehmer bei der Mai-Veranstaltung erwartet - ähnlich viele, wie auch beim offiziellen Wahlkampfauftakt in Essen Anfang April. Damals zählte die Polizei allerdings nur 400 Zuhörer.

Stand: 25.04.2017, 10:11