Gewinner und Verlierer der Landtagswahl in NRW

Wie haben bekannte NRW-Kandidaten bei der Landtagswahl abgeschnitten? Hier gibt es die vorläufigen Endergebnisse aus den Wahlkreisen.

Hendrik Wüst, CDU, an der Wahlurne bei der NRW Landtagswahl.

So sehen Sieger aus: Hendrik Wüst und seine Christdemokraten haben dem vorläufigen Endergebnis zufolge 35,7 Prozent der Wählerstimmen eingefahren - damit ist sie stärkste Partei im Landtag. Ob die CDU eine Landesregierung anführt, wird sich aber erst noch zeigen. Die Grünen könnten auch mit der SPD koalieren, eine Ampel wäre auch denkbar.

So sehen Sieger aus: Hendrik Wüst und seine Christdemokraten haben dem vorläufigen Endergebnis zufolge 35,7 Prozent der Wählerstimmen eingefahren - damit ist sie stärkste Partei im Landtag. Ob die CDU eine Landesregierung anführt, wird sich aber erst noch zeigen. Die Grünen könnten auch mit der SPD koalieren, eine Ampel wäre auch denkbar.

Wahlverlierer: Die SPD mit dem Spitzenkandidaten Thomas Kutschaty hat laut vorläufigem Endergebnis 26,7 Prozent der Stimmen bekommen. Das ist das schlechteste Wahlergebnis in der Geschichte der Partei in Nordrhein-Westfalen. Eine rot-grüne Koalition ist damit nicht möglich. Möglich wäre aber eine Ampel - die FDP erhielt 5,9 Prozent.

Vielleicht tröstet das Ergebnis in seinem heimischen Wahlkreis Essen I Kutschaty ein wenig. Da kam er nach vorläufigem Endergebnis auf 48,6 Prozent der Erststimmen, sogar 3,2 Prozentpukte mehr als vor fünf Jahren.

Historisch: Die Grünen haben ihr Ergebnis glatt verdreifacht im Vergleich zu 2017. Mona Neubaur wurde schon vor der Wahl wegen der guten Umfrageergebnisse als "Königsmacherin" gehandelt - an den Grünen mit ihren 18,2 Prozent kommt keine Partei vorbei, die an die Regierung will. Die Spitzenkandidatin selbst hat das Direktmandat in ihrem Wahlkreis Düsseldorf I verpasst, es ging an den CDU-Abgeordneten Olaf Lehne.

Bitter: Die NRW-Freidemokraten unter Joachim Stamp mussten deutliche Verluste hinnehmen, von 12,6 auf nur noch 5,9 Prozent. Die ersten Hochrechnungen hatten sie bei 5,0 Prozent gesehen - also knapp davor, unter die Fünfprozenthürde und damit ins Aus zu rutschen. Das Ende der der schwarz-gelben Regierung ist trotzdem besiegelt. Jetzt muss die FDP wahrscheinlich in die Opposition. Eine kleine Hoffnung bleibt den Liberalen noch: dass es zu einer rot-grün-gelben Ampel-Regierung kommt.

Geschafft: Die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Markus Wagner hat laut vorläufigem Endergebnis mit 5,4 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag geschafft - und das, obwohl die Bundespartei ein Bild der Zerstrittenheit bietet.

Keine Chance: Die Linken haben es wieder nicht in den Landtag geschafft. Carolin Butterwegge und Jules El-Khatib sind mit 2,1 Prozent der Stimmen weit von den notwendigen fünf Prozent entfernt. Damit liegen sie voll im Bundestrend: Bei den Landtagswahlen im Saarland und in Schleswig-Holstein lagen sie auch nur knapp über zwei Prozent.

Aus für Ministerin Yvonne Gebauer? Die Freidemokratin wird den Posten als Schulministerin sehr wahrscheinlich abgeben müssen - selbst wenn es für eine Ampel reicht. Dafür hat sie für zu viel Unmut bei Eltern und Lehrern gesorgt - und vielleicht auch die FDP Stimmen gekostet.

Trendwende: Karl-Josef Laumann (CDU) hat seinem Konkurrenten von der SPD den Wahlkreis Steinfurt III abgenommen. Der NRW-Gesundheitsminister kam auf 43,9 Prozent der Stimmen - ein leichtes Plus im Vergleich zur letzten Wahl. SPD-Mann Olaf Sunderman musste ein Minus von 8,7 Prozent hinnehmen, so das vorläufige Endergebnis.

Bestätigung: CDU-Innenminister Herbert Reul hat Punkte gemacht und den Wahlkreis Rheinisch-Bergischer Kreis II mit 51,1 Prozent geholt.

Stand: 16.05.2022, 07:50 Uhr