Reise abgesagt: AfD-Politiker in Israel nicht willkommen

Aufnahme aus der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem

Reise abgesagt: AfD-Politiker in Israel nicht willkommen

  • Israel-Reise abgesagt
  • Kein Empfang für AfD-Politiker
  • Sven Tritschler will trotzdem reisen

Der NRW-Landtag hat eine Israel-Reise seines Digitalausschusses vorerst abgesagt, weil die Delegation wegen eines teilnehmenden AfD-Parlamentariers offenbar nicht empfangen worden wäre. Der Ausschuss werde noch entscheiden, "ob die Reise zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt wird", teilte ein Sprecher des Landtags am Freitag (26.07.2019) mit.

Vorgesehen war für die Reise unter anderem ein Treffen mit der deutsch-israelischen Handelskammer, der Besuch eines Cyber-Security-Centers sowie der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

Tritschler stimmte selbst für die Absage der Reise

Landtagspräsident André Kuper sagte dem WDR-Magazin Westpol, es habe Hinweise gegeben, dass die Politiker - wenn sie geflogen wären - Termine nicht hätten wahrnehmen können, "weil wir Mitglieder der AfD in der Reisegruppe haben." Im Ausschuss sitzt der AfD-Abgeordnete Sven Tritschler.

Tritschler hat nach eigenen Angaben selbst für die Absage der Reise gestimmt, "nachdem das Auswärtige Amt signalisiert hatte, dass ein Großteil der Termine in Israel möglicherweise abgesagt würde".

Tritschler sagte weiter: "Ich werde übrigens die Reise trotzdem und auf eigene Kosten antreten. Zwei Parteifreunde werden mich begleiten. Wir werden unter anderem eine Tour durch eine israelische Siedlung im Westjordanland machen."

Stand: 26.07.2019, 18:20