Landtag: Dürfen Schüler während Schulzeit demonstrieren?

Greta Thunbergs NRW-Geschwister Westpol 17.02.2019 UT DGS Verfügbar bis 17.02.2020 WDR

Landtag: Dürfen Schüler während Schulzeit demonstrieren?

Von Sabine Tenta

  • Aktuelle Stunde im Landtag zu Fridays for Future
  • Parteien loben Engagement der Schüler
  • AfD spricht von Instrumentalisierung und Panikmache

Auch in NRW gehen Schüler während der Schulzeit für Klimaschutz auf die Straße. Der NRW-Landtag hat deswegen am Mittwoch (20.02.2019) in einer Aktuellen Stunde auf Antrag der AfD über diese "Fridays for Future"-Demonstrationen debattiert.

Fast alle Parteien waren sich einig in ihrem Respekt für das Engagement der Schüler. Lediglich die AfD sah die Schüler als Opfer, die von linken Interessensverbänden instrumentalisiert würden. Der AfD-Abgeordnete Helmut Seifen sprach von "Panikmache" und einer "primitiven Form der Angstschürung".

Der Fridays-for-Future-Zwiespalt im Landtag

WDR 5 Westblick - aktuell 20.02.2019 04:11 Min. Verfügbar bis 20.02.2020 WDR 5 Von WDR 5 Westblick

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Wann soll demonstriert werden?

Strittig war in der Debatte insbesondere der Punkt, ob es vertretbar ist, für die Klima-Demonstration die Schulpflicht zu verletzten. Rednerinnen von CDU und FDP rieten den Schülern dazu, den Protest in ihre Freizeit zu verlegen. SPD und Grüne hingegen halten es für legitim, für den Schutz des Klimas die Schulpflicht zu verletzen.

Der SPD-Abgeordnete Jochen Ott sagte: "Es kann doch nicht sein, dass das Parlament seinen Bürgern vorschreibt, wann sie zu demonstrieren haben."

Ministerin lud Schüler zur Diskussion ein

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) verwies erneut auf die bestehende Schulpflicht. "Sie steht nicht im Ermessen der Beteiligten, sondern wird von der Landesverfassung gefordert."

Die Ministerin sagte, sie habe Düsseldorfer Schüler zu einer Diskussion ins Ministerium eingeladen. Dies hätten die Schüler leider nicht angenommen. Sie werde die Einladung erneuern.

Wie umgehen mit der neuen Protestkultur? Aktuelle Stunde 11.02.2019 02:51 Min. UT Verfügbar bis 11.02.2020 WDR Von Alexander Klein

Stand: 20.02.2019, 16:40

Kommentare zum Thema

15 Kommentare

  • 15 Wolfgang 22.02.2019, 00:48 Uhr

    Schulpflicht ist Schulpflicht . Können ja Nachmittags nach der Schule Demonstrieren . Ich finde es zwar auch sehr schön das sich noch junge Leute für eine Sache einsetzten. Aber Schulpflicht ist Schulpflicht .

  • 14 Wolfgang 22.02.2019, 00:42 Uhr

    Ich finde es ja auch sehr schön das es noch junge Leute gibt die sich für etwas einsetzen . Aber Schulpflicht ist Schulpflicht . Können ja nach der Schule Demonstrieren .

  • 13 Meinhard 21.02.2019, 17:54 Uhr

    Die Kinder sollten ihr Eltern fragen ob Sie Ökostrom beziehen. Wenn nicht dann ist alles protestieren sinnlos. Erstmal zu Hause anfangen

    Antworten (1)
    • Aha 22.02.2019, 07:00 Uhr

      ...also dürfen die Kinder keine eigene Meinung haben? Heute 16 und in 2 Jahren 18 und wählen dann, was die Eltern wählen? Sie wissen doch gar nicht, ob darüber nicht zuhause diskutiert wird.

  • 12 Meinemeinung 21.02.2019, 11:50 Uhr

    Ich weiss nicht ob ein Kind/Jugendlicher, der nicht mal eine Grundausbildung besitz, die Probleme der Welt einschätzen kann. Vielleicht sollte sie erstmal etwas lernen. Waren sie schon in Mittel- und Südamerika, in Afrika oder Asien, wohl nicht. Das ist meistens neunmalkluges Ökogelaber der Eltern und Lehrer. Aber wenn Ihnen das so wichtig ist, dann sollte es ihnen auch Wert die Freizeit zu opfern. Da daddelt man aber lieber und kauft Plastikmüll ein Pizza; Eis, Kaffee im Plastikbecker. Gut das mein Kind als Realist erzogen wurde.

    Antworten (1)
    • Mich@ 21.02.2019, 13:30 Uhr

      Das mit der Grundbildung Die hochqualifizierten Manager der Energiekonzerne schätzen die Probleme der Welt richtig ein? Oder nutzen Sie ihre Intiligenz um ihre Milliardenprofite zu optimieren. Und das auf Kosten aller ,der die als Realist erzogen wurden und die, die ein kritisches Bewusstsein entwickeln durften.

  • 11 ANONYMUS 21.02.2019, 10:19 Uhr

    Es ist sehr schön, dass es noch junge Leute gibt die sich für etwas einsetzen

  • 10 ANONYMUS 21.02.2019, 10:18 Uhr

    Ich finde es sehr schön dass so junge Jugendliche für etwas einstehen.

  • 9 ANONYMUS 21.02.2019, 10:17 Uhr

    Lul

  • 8 Ülman Aziz 21.02.2019, 10:14 Uhr

    Ich finde man sollte die Jugend demonstrierne lassen und für seine Zukunft kämpfen lassen

  • 7 Mich@ 21.02.2019, 08:15 Uhr

    Primitive Form der Angstschürung Kopftuchmädchen, Messerjunge, da handelt es sich wohl um eine Wahrnehmungsstörung des Herrn Seifen. Die Zivilcourage unserer Kids trifft hier wohl eher auf den patriotischen Realitätsverlust einer ganzen Partei. Die latente Angstbereitschaft gegenüber dem Fremden scheint zu sinken und die Wahrnehmung dem Klimawandel was entgegen setzen zu wollen Tja die steigt! Super ist es zudem wenn Erwachsene Kindern erklären wollen wie Protest geht. Mami und Papi formulieren dann gleich auch ihre Ansprüche ....“.so müsst ihr das machen“ Weiter so die Bedingungen bestimmen die Kids selbst

  • 6 Alexander Wild 21.02.2019, 07:03 Uhr

    Ich finde es gut, daß die Schüler für ihre Zukunft demonstrieren und Engagement zeigen. Und wenn sie jetzt noch das Angebot zur Diskussion von der Politik annehmen, perfekt. Und, wann man demonstriert ist doch egal, denn jeder hat das Recht zu demonstrieren. Verbote und Beschränkungen sind aus meiner Sicht eh gegen das Grundgesetz.

  • 5 Obstkorb 21.02.2019, 07:02 Uhr

    Seit Jahrzehnten fällt Unterricht aus. Nicht selten viele Stunden wöchentlich. In Zeiten von Wahlkampf geloben Politiker Besserung, es bessert sich nichts. Jetzt schreien eben diese laut, weil Schüler für ihr Anliegen Unterricht ausfallen lassen und auf die Straße gehen. Richtig so. Ohne massiven Protest verstehen die Gewählten das Anliegen des Volkes nicht. Wie war das noch ? Ihr lernt nicht für die Schule, ihr lernt für das Leben. Für das Leben streiken die Schüler gerade.