#Omagate: Landtag debattiert über WDR-Satire

#Omagate: Landtag debattiert über WDR-Satire

Von Christoph Ullrich

  • Medienausschuss des Landtags debattiert Umweltsau-Satire
  • Ministerpräsident Laschet hatte per Twitter die WDR-Satire kritisiert
  • Opposition wirft ihm unterstützung einer Empörungswelle von rechts vor

Der Medienausschuss des NRW-Landtags hat am Donnerstag (09.01.2020) die umstrittene Satire des WDR-Kinderchores debattiert. Kurz nach Weihnachten hatte WDR 2 ein satirisches Lied gesendet und auf Facebook verbreitet, in dem eine "Oma" unter anderem als "Umweltsau" bezeichnet wird.

Kritik an Tweet des Ministerpräsidenten

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte die Satire kristiert. Auf Twitter schrieb er, der WDR habe Grenzen des Stils und Respekts gegen Ältere überschritten.

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Die Opposition von SPD und Grünen warf Laschet vor, mit seinem Tweet einer von rechts gesteuerten Empörungswelle Vorschub geleistet und den WDR damit unter Druck gesetzt zu haben.

SPD und Grüne werfen Laschet Einmischung vor

Der SPD-Abgeordnete Dennis Maelzer sah in Laschet zwar nicht den Auslöser für die in Sozialen Medien geführten Angriffe auf den Sender. Maelzer warf Laschet aber vor, dass er "auf einer Empörungswelle mitgesurft ist."

Die Grünen wollten dagegen wissen, ob Laschet auch über den Tweet hinaus Kontakt zum WDR in der Sache aufgenommen habe. Der für Medien zuständige Staatssekretär Nathanael Liminski (CDU) wies den Vorwurf zurück.

Hühnerstall? Motorrad? War da was?

WDR 5 Töne, Texte, Bilder - Medienschelte 04.01.2020 03:55 Min. Verfügbar bis 03.01.2021 WDR 5 Von Uwe Schulz

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Staatskanzlei verweist auf Meinungsfreiheit

Die Staatskanzlei habe keine Gespräche zum WDR gesucht. Erst als es Bedrohungen gegen Mitarbeiter gegeben habe, habe man sich über die Möglichkeiten der Strafverfolgung ausgetauscht.

Liminski verwies darauf, dass auch für den Ministerpräsidenten die Meinungsfreiheit gelte, und er mit seinem Tweet lediglich ausdrücken wollte, dass man Generationen nicht gegeneinander ausspielen solle.

AfD legt Fragenkatalog vor

Die AfD wollte über die Debatte hinaus unter anderem wissen, welche Konsequenzen der WDR aus der Debatte ziehe. Dazu äußerte sich der Medien-Staatsekretär nicht. Dies sei eine interne Angelegenheit des WDR und nicht der Landesregierung, so Liminski.

Stand: 09.01.2020, 17:15