NRW-Ausbildungs-Hilfe für junge Flüchtlinge

Eine gefluechtete Frau mit Kopftuch arbeitet in der Uebungswerkstatt fuer Handwerksausbildung der Initiative Arrivo der Handwerkskammer Berlin

NRW-Ausbildungs-Hilfe für junge Flüchtlinge

  • Landesregierung stellt 50 Millionen Euro bereit
  • Hilfe für Flüchtlinge und Inländer
  • Ziel ist eine Perspektive durch Ausbildung und Arbeit

Um jungen, volljährigen Flüchtlingen eine Perspektive durch Ausbildung zu bieten, stellt die NRW-Landesregierung in dieser Legislaturperiode 50 Millionen Euro bereit. Die Initiative trägt den Titel "Durchstarten in Arbeit und Ausbildung". NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) und NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) stellten sie am Dienstag (09.04.2019) in Düsseldorf vor.

Nicht nur für Flüchtlinge

Hauptzielgruppe sind Flüchtlinge, die nur eine Duldung haben oder sich noch im Asylverfahren befinden. Dann haben sie keinen Anspruch auf die soziale Grundsicherung (Hartz IV). Es sei wichtig, ihnen durch Ausbildung und Arbeit eine Perspektive zu bieten. Insbesondere Frauen sollen gefördert werden.

Beide Minister betonten, dass die Hilfe allen zustehe, auch Inländern. Da die aber in der Regel im Hartz-IV-Bezug seien, würde es nur wenige betreffen. Unter den Flüchtlingen könnten schätzungsweise 13.000 Menschen von dem Programm profitieren, das im Sommer starten soll.

Die Maßnahmen im Einzelnen

"Flüchtlinge sind nicht immer ausbildungsreif", sagte Integrationsminister Stamp. Darum gehört zu den Maßnahmen unter anderem ein individuelles Coaching, gezielte Sprachförderung und die Möglichkeit des nachträglichen Erwerbs eines Schulabschlusses.

Arbeitsminister Laumann nannte das Programm eine gute Investition, auch wenn die Flüchtlinge nicht hierbleiben: "Damit können sie sich in ihrer Heimat eine Existenz aufbauen und sind gute Botschafter für unser Land."

Stand: 09.04.2019, 16:45