Land macht Gesundheitsämtern Druck wegen Sormas

Mann mit Kopfhörer und Mundschutz an Büroschreibtisch vor Bildschirm, auf dem Coronavirus-Darstellung zu sehen ist

Land macht Gesundheitsämtern Druck wegen Sormas

Nach anderthalb Jahren Pandemie gibt es bei den Gesundheitsämtern in NRW noch immer kein einheitliches System zur Kontaktnachverfolgung. Jetzt werden die Kommunen per Erlass gezwungen.

Die Landesregierung erhöht den Druck auf die Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen. Sie müssen in den nächsten Wochen ein System einführen, mit dem sich die Kontakte von infizierten Personen digital nachverfolgen lassen.

Per Erlass aus dem Digital- und dem Gesundheitsministerium werden die Kreise und kreisfreien Städte aufgefordert, die Software "Sormas" bis Ende September einzuführen. Von 53 Gesundheitsämtern hatten bisher weniger als ein Fünftel die Software installiert.

Für vierte Welle rüsten

Mit Sormas sollen Corona-Infektionsketten über kommunale Grenzen hinweg verfolgt werden können. Bisher findet der Datenaustausch teilweise immer noch per Fax statt.

Die derzeit niedrigen Inzidenzen müssten dafür genutzt werden, um die digitale Kontaktnachverfolgung flächendeckend auszubauen. "Dann sind wir für eine mögliche vierte Corona-Welle im Herbst sehr gut gerüstet", sagte Digitalminister Andreas Pinkwart (FDP).

Stand: 01.07.2021, 10:52