SPD wirft Landesregierung falsches Krisen-Management vor

Thomas Kutschaty

SPD wirft Landesregierung falsches Krisen-Management vor

Wann wusste Ministerpräsident Armin Laschet von den Ausmaßen des Hochwassers? SPD-Fraktionschef Kutschaty hat im WDR-Sommerinterview angekündigt, das Krisen-Management Laschets stärker unter die Lupe zu nehmen.

Der SPD-Fraktions- und Parteichef in NRW, Thomas Kutschaty, stellt der Landesregierung ein schlechtes Zeugnis beim Managenment der Hochwasser-Katastrophe aus. Im Sommerinterview bei WDR5 warf der Essener Politiker Ministerpräsident Armin Laschet zu zögerliches Handeln vor.

Er verstehe immer noch nicht, warum nicht umgehend ein landesweiter Krisenstab eingerichtet worden sei. Mit diesem hätte Hilfe besser koordniniert werden können, kritisiert Kutschaty. Er selbst habe bei seinen Besuchen in den betroffenen Gebieten erfahren, dass in Nachbarkommunen Hilfstruppen bereit standen, die aber nicht eingesetzt wurden.

Langzeitfolgen des Hochwassers beachten

Kutschaty kündigte an, im Parlament genauer nachzufragen, wann Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), das Umweltministerium und das Innenministerium Infos über das bevorstehende Ausmaß der Hochwasser-Katastrophe hatten.

Es sei eine Menge schief gelaufen, "wir werden da jetzt nachfragen, damit wir Lehren für künftige Krisen ziehen können", sagte Kutschaty. Er warnte außerdem, die Langzeifolgen der Flut nicht zu vernachlässigen. "Es haben Leute gesehen, wie Familienangehörige abgetrieben, weggeschwommen und gestorben sind." Daher werde man auch über die Zeit des Wiederaufbaus mit den Folgen des Hochwassers zu tun haben.

Kutschaty: "Unbürokratische Fluthilfe organisieren"

WDR 5 Morgenecho - Interview 22.07.2021 05:19 Min. Verfügbar bis 22.07.2022 WDR 5


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Stand: 02.08.2021, 17:17

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